AST SpaceMobile: Satellitenstart im August als Kaufgelegenheit
Vor dem geplanten Start der BlueBird-Satelliten 11 bis 13 im August 2026 könnte die ASTS-Aktie eine attraktive Einstiegschance bieten.

AST SpaceMobile hat bereits unter Beweis gestellt, dass herkömmliche Mobiltelefone eine direkte Verbindung zu Satelliten herstellen können. Die entscheidende Frage lautet nun, ob das Unternehmen genügend seiner BlueBird-Satelliten bauen, starten und betreiben kann, um daraus ein tragfähiges kommerzielles Netzwerk zu machen. Der bevorstehende Satellitenstart im August 2026 könnte das optimistische Szenario für die Aktie erheblich stärken.
Im Juni 2026 brachte AST SpaceMobile die BlueBirds 8, 9 und 10 erfolgreich ins All. Diese befinden sich laut Unternehmensangaben bereits im Orbit. Als nächsten Schritt strebt das Unternehmen den Start der BlueBirds 11, 12 und 13 in der ersten Augusthälfte 2026 an.
Die Satellitenstart-Strategie von AST SpaceMobile
Die für August geplanten Satelliten sollen über große Antennen mit einer Fläche von 2.400 Quadratfuß verfügen. Zuletzt erreichte AST SpaceMobile eine Spitzen-Download-Geschwindigkeit von 98,9 Megabit pro Sekunde über sein Satellitennetzwerk direkt auf herkömmliche Smartphones. Von den August-Satelliten erwartet das Unternehmen, dass sie diese Spitzengeschwindigkeit nahezu verdoppeln werden.
In der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des ersten Quartals 2026 erklärte das Management, dass sich die BlueBird-Satelliten 11 bis 33 bereits in einem fortgeschrittenen Montagestadium befänden. Wichtige Antennenteile seien bis einschließlich BlueBird 28 fertiggestellt. Das Unternehmen strebt die Fertigstellung von sechs voll montierten Satelliten pro Monat an – ein klares Signal, dass der Übergang von der Einzelfertigung zu einem kontinuierlichen Startprogramm aktiv vorangetrieben wird.
AST SpaceMobile hat bereits Startkapazitäten vertraglich gesichert, um das Ziel von rund 45 Satelliten im Orbit bis Ende 2026 zu erreichen. Dabei setzt das Unternehmen auf mehrere Raketenanbieter:
Falcon 9
von SpaceX: Kapazität für drei BlueBird-Satelliten
New Glenn
von Blue Origin: Kapazität für bis zu acht Satelliten
Vulcan
der United Launch Alliance (Joint Venture von Boeing und Lockheed Martin): Kapazität für bis zu fünf Satelliten
Das Management erklärte zudem, dass neue Satelliten etwa 45 Tage nach dem Start bereit sein könnten, 4G- oder 5G-Dienste mit Mobilfunkpartnern zu unterstützen. Langfristig soll dieser Einrichtungszeitraum auf rund zwei Wochen verkürzt werden.
Finanzlage und Umsatzausblick
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Zur AktienanalyseDer Umsatz von AST SpaceMobile belief sich im ersten Quartal 2026 auf lediglich 14,7 Millionen US-Dollar. Das Management erwartet jedoch ein deutliches Umsatzwachstum in den verbleibenden drei Quartalen des Jahres. Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz im Bereich von 150 bis 200 Millionen US-Dollar.
Die Einnahmequellen sind dabei vielfältig: AST SpaceMobile erwartet Erlöse aus Bodenausrüstung und Dienstleistungen für Mobilfunkpartner, Regierungsaufträge, Beratungsleistungen für Mobilfunkbetreiber sowie mögliche frühe Serviceeinnahmen, sobald mehr Satelliten gestartet und aktiviert werden. Für 2027 sieht das Management sogar ein Umsatzpotenzial von nahezu einer Milliarde US-Dollar, gestützt durch Mobilfunk-Breitbanddienste in wichtigen Märkten und größere US-Regierungsaufträge.
Um dieses Wachstum zu untermauern, arbeitet das Unternehmen an Bodennetzen in Märkten, die rund 2,9 Milliarden Menschen abdecken. Diese Infrastrukturarbeit soll Mobilfunkpartnern helfen, den Dienst zu aktivieren, sobald weitere Satelliten in Betrieb gehen.
Zum Ende des ersten Quartals 2026 verfügte AST SpaceMobile über liquide Mittel in Höhe von rund 3,5 Milliarden US-Dollar in der Bilanz. Dem steht eine Gesamtverschuldung von etwa 3,02 Milliarden US-Dollar gegenüber, von denen fast 2,9 Milliarden als langfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen sind. Diese Struktur verschafft dem Unternehmen eine gewisse finanzielle Flexibilität bei der Umsetzung seiner kommerziellen Strategie. Der bevorstehende Satellitenstart im August gilt als wichtiger Meilenstein, der zeigen wird, ob AST SpaceMobile das notwendige Starttempo für den Aufbau eines globalen Netzwerks tatsächlich erreichen kann.


