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Asiens Börsen uneinheitlich nach schwachen US-Arbeitsmarktdaten

Verhaltener US-Jobsbericht dämpft Erwartungen an baldige Fed-Zinserhöhung und sorgt für gemischte Signale an Asiens Märkten.

Asiens Börsen uneinheitlich nach schwachen US-Arbeitsmarktdaten

Die asiatischen Aktienmärkte starteten am Freitag mit uneinheitlichen Vorzeichen in den Handel. Auslöser war ein schwächer als erwartet ausgefallener US-Arbeitsmarktbericht, der die Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank Federal Reserve deutlich abkühlte. Der breiteste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans schwankte zwischen Gewinnen und Verlusten, legte nach zwei Verlusttagen in Folge aber letztlich um 0,1% zu.

Der japanische Nikkei 225 zählte zu den größten Verlierern und gab um 1% nach. Der südkoreanische Kospi belastete die regionale Benchmark zusätzlich – im Einklang mit deutlichen Kursverlusten bei Chipherstellern, die bereits im US-Handel zu beobachten gewesen waren. Die E-Mini-Futures auf den S&P 500 und den Nasdaq legten hingegen jeweils um 0,1% zu.

US-Arbeitsmarkt kühlt sich ab

Das Beschäftigungswachstum in den USA verlangsamte sich im Juni deutlich. Zudem wurde der Stellenaufbau der beiden Vormonate nach unten korrigiert, wie am Donnerstag veröffentlichte Daten zeigten. Die Arbeitslosenquote sank zwar von 4,3% im Mai auf 4,2% im Juni – allerdings nicht wegen mehr Beschäftigung, sondern weil Arbeitnehmer aus dem Erwerbsleben ausschieden. Die Erwerbsquote fiel dadurch auf den niedrigsten Stand seit mehr als fünf Jahren.

„Die Zahlen stellten das Narrativ infrage, wonach die Fed weiterhin auf Kurs für eine Zinserhöhung in der zweiten Jahreshälfte ist", schrieben Analysten von Westpac in einem Forschungsbericht. Die Daten sorgten damit für eine spürbare Neubewertung der Zinserwartungen an den Märkten.

Laut dem FedWatch-Tool der CME Group preisen Fed-Funds-Futures nun eine implizite Wahrscheinlichkeit von 46,8% ein, dass die US-Notenbank die Zinsen bei ihrer Sitzung am 15. bis 16. September unverändert lassen wird. Am Vortag hatte diese Wahrscheinlichkeit noch bei 35,8% gelegen – ein deutlicher Sprung, der das veränderte Marktsentiment widerspiegelt.

Wall Street uneinheitlich, US-Märkte am Freitag geschlossen

Über Nacht zeigte sich auch die Wall Street gespalten: Der S&P 500 schloss unverändert, der Nasdaq Composite gab um 0,8% nach. Der Dow Jones Industrial Average hingegen stieg auf ein Rekordhoch zum Handelsschluss. Am Freitag bleiben die US-Märkte aufgrund des Unabhängigkeitstags geschlossen, was die Marktliquidität weltweit dämpfte.

Am Devisenmarkt legte der US-Dollar gegenüber dem Yen zu Beginn des asiatischen Handels um 0,2% auf 161,435 Yen zu. Der Greenback erholte sich damit nach einer nervösen Sitzung am Donnerstag, in der die japanische Währung plötzlich erstarkt war. Reuters hatte zuvor berichtet, dass die japanischen Behörden einen neuen Ansatz für ihre Marktinterventionen gewählt hätten. Was die Rallye des Yen genau ausgelöst hatte, blieb zunächst unklar. Der US-Dollar-Index, der die Stärke des Greenback gegenüber einem Korb von sechs Währungen misst, notierte stabil bei 100,98, nachdem er am Donnerstag um 0,5% gefallen war.

Rohstoffe und Kryptowährungen unter Druck

Bei den Rohstoffen gaben Brent-Rohöl-Futures bei Wiederaufnahme des Handels in Asien um 0,4% auf 71,49 US-Dollar nach. Gold legte hingegen leicht um 0,1% auf 4.125,49 US-Dollar zu.

Im Kryptobereich zeigte sich ein ähnlich gemischtes Bild: Bitcoin sank um 0,4% auf 61.306,45 US-Dollar, während Ether um 0,7% auf 1.692,16 US-Dollar nachgab. Die schwache Marktstimmung und die geringe Liquidität aufgrund des US-Feiertags belasteten auch die digitalen Vermögenswerte.

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