Asiens Börsen uneinheitlich: China stark, Chips belasten Japan und Korea
Chinesische Aktien stützen Asiens Märkte, während Halbleiterwerte in Japan und Südkorea vor dem US-Jobsbericht unter Druck bleiben.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich am Freitag gespalten. Während chinesische Titel Gewinne verzeichneten, belastete anhaltende Schwäche im Halbleitersektor die Märkte in Japan und Südkorea. Im Fokus der Anleger stand der mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktbericht (Nonfarm Payrolls) für Juli, der die geldpolitischen Aussichten der Federal Reserve für September maßgeblich beeinflussen könnte.
Die Wall Street hatte die Nacht zuvor uneinheitlich geschlossen. Neue Wirtschaftsdaten unterstrichen die Widerstandsfähigkeit des US-Arbeitsmarktes: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe blieben die dritte Woche in Folge unter 200.000, und das Produktivitätswachstum im zweiten Quartal übertraf die Erwartungen. Diese Signale verstärkten die Unsicherheit darüber, ob die Fed im September die Zinsen senken wird. Im asiatischen Handel legten die Nasdaq-100-Futures um rund 0,1 % zu, während die S&P-500-Futures geringfügig um 0,03 % nachgaben.
Südkorea und Japan: Chip-Sektor unter Druck
Der südkoreanische KOSPI verlor rund 0,8 % und steuerte damit auf den siebten Wochenverlust in Folge zu – auf Wochensicht summiert sich das Minus auf mehr als 5 %. Der Index ist in acht der letzten zehn Handelssitzungen gefallen. Auslöser ist die anhaltende Neubeurteilung der hohen KI-Bewertungen bei Chipherstellern, nachdem der Sektor im ersten Halbjahr eine rasante Rallye hingelegt hatte. SK Hynix gab um mehr als 4 % nach, LG Innotek verlor etwa 1 %, während Samsung Electronics nach schweren Verlusten zu Beginn der Woche um knapp 1 % zulegen konnte.
Die Schwäche im Chipsektor folgte auf enttäuschende Marktreaktionen auf die Quartalszahlen mehrerer US-Halbleiterunternehmen. Anleger zweifeln zunehmend daran, ob die kurzfristigen Gewinne trotz anhaltender Investitionen in KI-Infrastruktur ausreichen, um die hohen Bewertungen zu rechtfertigen. Japans Nikkei 225 gab um rund 0,3 % nach, verzeichnete auf Wochensicht aber noch ein Plus von etwa 1 %. Der breiter gefasste TOPIX stieg hingegen um 0,3 %. Kioxia Holdings fiel um mehr als 5 %, Murata Manufacturing verlor über 4 %. Fujifilm Holdings brach um fast 18 % ein, nachdem das Unternehmen eine mögliche Abspaltung seines Imaging-Geschäfts angekündigt hatte.
China und Singapur als Lichtblicke
Festlandchinesische Aktien schnitten besser ab als die meisten regionalen Vergleichsmärkte. Der Shanghai Shenzhen CSI 300 stieg um rund 1 %, der Shanghai Composite legte etwa 0,8 % zu. BOE Technology gewann rund 1,5 %, NAURA Technology kletterte um etwa 1,4 %. Der Hang Seng in Hongkong gab dagegen leicht um 0,1 % nach. Alibaba und Tencent verloren jeweils 0,2 %. In Hongkong notierte Versicherer weiteten ihre Verluste aus, nachdem Berichte darauf hindeuteten, dass chinesische Behörden begonnen haben, Steuern auf Kapitalerträge aus Offshore-Versicherungspolicen zu erheben. Prudential fiel um etwa 1 %, Standard Chartered verlor über 1 %.
Singapurs FTSE Straits Times Index legte um rund 0,9 % zu und profitierte von starken Bankergebnissen. DBS Group stieg auf Wochensicht um rund 2,7 %, nachdem das Institut Rekordquartalsgewinne gemeldet hatte. OCBC erreichte nach seiner Ergebnisvorlage ein Rekordhoch und gewann auf Wochensicht mehr als 2,5 %. UOB hingegen gab nach Veröffentlichung seiner Zahlen am Freitag um etwa 1,7 % nach. An anderen Märkten verlor der indische Nifty 50 rund 0,2 %, der australische S&P/ASX 200 gab 0,1 % nach.
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