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Asiens Börsen trotzen Iran-Spannungen dank Chip-Rallye und US-China-Gipfel

Halbleiterwerte und Gipfeloptimismus stützen asiatische Märkte, während Ölpreise durch Nahost-Eskalation kräftig steigen.

Asiens Börsen trotzen Iran-Spannungen dank Chip-Rallye und US-China-Gipfel

Die meisten asiatischen Aktienmärkte haben sich am Montag trotz verschärfter Spannungen im Nahen Osten behauptet. Starke Gewinne bei Chipherstellern sowie die Aussicht auf ein Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping halfen den Märkten, den gleichzeitigen Anstieg der Ölpreise zu verkraften.

Chinesische Aktien profitierten von der Bestätigung Pekings, dass Trump und Xi zwischen dem 13. und 15. Mai in der chinesischen Hauptstadt zusammentreffen werden. Es handelt sich dabei um den ersten bedeutenden Besuch eines US-Präsidenten in Peking seit fast einem Jahrzehnt. Auf der Agenda stehen Themen wie Handelszölle, Taiwan und der Krieg im Nahen Osten. Zudem soll der im Oktober 2025 erzielte Handelsfrieden verlängert werden.

Chinas CSI 300 legte um 1,2 Prozent zu, der Shanghai Composite Index stieg um 0,7 Prozent. Der Hongkonger Hang Seng Index gab hingegen um 0,4 Prozent nach. Zusätzlichen Rückenwind erhielten chinesische Aktien durch überraschend starke Inflationsdaten: Die Verbraucherpreisinflation stieg im April stärker als erwartet, während der Erzeugerpreisindex auf ein Fast-Vierjahreshoch kletterte – getrieben durch höhere Importkosten infolge des Nahost-Krieges.

KOSPI auf Rekordhoch – Halbleiter als Zugpferd

Der südkoreanische KOSPI war mit einem Kurssprung von fast 5 Prozent der klare Spitzenreiter in der Region und markierte damit ein neues Rekordhoch. Der Index weitete damit die deutlichen Gewinne der Vorwoche weiter aus. Treiber der Rallye waren vor allem Halbleiterwerte, die im Fahrwasser ihrer US-amerikanischen Pendants weiter zulegten.

SK Hynix kletterte um fast 12 Prozent auf ein Rekordhoch, Samsung Electronics stieg um knapp 6 Prozent und erreichte ebenfalls ein Allzeithoch. Beide Unternehmen befinden sich in diesem Jahr in einem anhaltenden Aufwärtstrend, da die enorme Nachfrage aus der KI-Branche zu einem Engpass bei Speicherchips geführt und die Preise in die Höhe getrieben hat.

Nahost-Konflikt belastet Ölpreise und Stimmung

Der Krieg im Nahen Osten zeigte am Wochenende kaum Anzeichen einer Entspannung. Trump lehnte Irans Reaktion auf einen 14-Punkte-Friedensvorschlag ab, während militärische Aktionen in der Straße von Hormus wieder aufflammten. Die Ölpreise stiegen am Montag infolgedessen kräftig an.

Besonders sensibel reagierten die indischen Märkte: Futures auf den Nifty 50 rutschten im Morgenhandel um 1 Prozent ab. Hintergrund ist die starke Abhängigkeit Indiens von Öl- und Gasimporten aus dem Nahen Osten. Premierminister Narendra Modi hatte zuvor vor den wirtschaftlichen Folgen des Konflikts gewarnt.

Die breiteren asiatischen Märkte bewegten sich in einer Spanne von unverändert bis leicht schwächer. Japans Nikkei 225 verlor 0,4 Prozent, belastet durch einen Einbruch von fast 9 Prozent bei Nintendo, nachdem der Videospielkonzern enttäuschende Ergebnisse und Prognosen vorgelegt hatte. Australiens ASX 200 fiel um 0,7 Prozent, da der Biopharma-Riese CSL unerwartet seine Jahresprognose senkte. Singapurs Straits Times Index verzeichnete leichte Gewinne.

An der Wall Street hatten die S&P 500 Futures im asiatischen Handel um 0,1 Prozent nachgegeben, nachdem der US-Leitindex am Freitag noch Rekordhochs erreicht hatte. Im Fokus stehen nun die für Dienstag erwarteten US-Verbraucherpreisdaten, die neue Impulse für die globalen Märkte liefern könnten.

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