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Asiens Börsen steigen: Nvidia-Zahlen und Samsung-Einigung beflügeln Märkte

Starke Nvidia-Quartalsergebnisse und eine Lohneinigung bei Samsung treiben Asiens Aktienmärkte kräftig nach oben.

Asiens Börsen steigen: Nvidia-Zahlen und Samsung-Einigung beflügeln Märkte

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Donnerstag kräftig zugelegt. Zwei Haupttreiber sorgten für die positive Stimmung: die über den Erwartungen liegenden Quartalsergebnisse des KI-Chipriesen Nvidia sowie eine vorläufige Lohneinigung zwischen Samsung Electronics und seiner Gewerkschaft, die einen drohenden Streik abwendete.

Der südkoreanische KOSPI verzeichnete mit einem Plus von 7,9 Prozent auf 7.777,27 Punkte seine stärkste Sitzung seit Monaten. Samsung Electronics, das Schwergewicht im Index, legte ebenfalls um fast 8 Prozent zu. Hintergrund: Das Unternehmen und seine Gewerkschaft hatten in letzter Minute eine vorläufige Lohnvereinbarung erzielt und damit Pläne für einen 18-tägigen Streik von fast 48.000 Beschäftigten ausgesetzt.

Die Einigung milderte die Sorgen über mögliche Störungen der weltweiten Versorgung mit Speicherchips – ein besonders sensibles Thema angesichts der boomenden Nachfrage nach KI-Hardware. Samsung ist einer der weltweit größten Hersteller von Speicherchips, die für den Betrieb moderner KI-Rechenzentren unverzichtbar sind.

Nvidia-Zahlen als Katalysator für Technologiewerte

Zusätzlichen Rückenwind erhielten Technologiewerte in der gesamten Region durch Nvidias Quartalsergebnisse. Der US-Chiphersteller hatte über den Erwartungen liegende Zahlen sowie eine optimistische Umsatzprognose vorgelegt. Anleger werteten dies als weiteres Zeichen dafür, dass die Nachfrage nach High-End-KI-Prozessoren und Rechenzentrumsinfrastruktur robust bleibt. Die positiven Ergebnisse beflügelten chipnahe Aktien in ganz Asien.

Japans Nikkei kletterte um 3,7 Prozent, während der breiter gefasste TOPIX-Index um 2,1 Prozent stieg. Australiens S&P/ASX 200 legte um 1,6 Prozent zu, nachdem schwache Arbeitsmarktdaten das Risiko weiterer Zinserhöhungen durch die Reserve Bank of Australia verringerten. Indiens Nifty 50 stieg um 0,6 Prozent, Singapurs Straits Times Index um 0,3 Prozent.

Die Stimmung der Anleger wurde zudem durch die Entspannung geopolitischer Spannungen gestützt. Einige Öltanker hatten die Durchfahrt durch die Straße von Hormus wieder aufgenommen, was die Sorgen vor größeren Störungen der Energieversorgung dämpfte. US-Präsident Donald Trump erklärte darüber hinaus, die Regierung befinde sich in der „Endphase" der Verhandlungen mit dem Iran, was Hoffnungen auf eine mögliche Entspannung im Nahen Osten weckte.

Chinas Märkte bleiben hinter dem regionalen Trend zurück

Während die meisten asiatischen Märkte deutlich zulegten, blieben die chinesischen Börsen hinter ihren regionalen Pendants zurück. Anleger zeigten sich hinsichtlich der Aussichten für den Immobiliensektor und des Tempos weiterer politischer Unterstützung aus Peking vorsichtig. Chinas Blue-Chip-Index Shanghai Shenzhen CSI 300 stieg lediglich um 0,6 Prozent, der Shanghai Composite Index notierte unverändert. Der Hang Seng Index in Hongkong zeigte sich ebenfalls gedämpft.

Auch eine Reihe regionaler Wirtschaftsdaten beschäftigte die Märkte. In Australien stieg die Arbeitslosenquote im April auf 4,5 Prozent – den höchsten Stand seit Ende 2021 –, nachdem die Beschäftigung unerwartet gesunken war. Dies verstärkte die Erwartungen, dass die Reserve Bank of Australia ihren Straffungszyklus pausieren könnte.

In Japan stiegen die Exporte im April kräftig an. Allerdings zeigte sich der Dienstleistungssektor wieder im kontraktiven Bereich, während das Wachstum im verarbeitenden Gewerbe stabil blieb. Die japanische Fabrikaktivität expandierte im Mai den elften Monat in Folge, wenngleich sich das Wachstum leicht verlangsamte. Hersteller sahen sich mit schwächerer Auslandsnachfrage und steigenden Inputkosten konfrontiert – ein Bild, das die fragile Erholung in der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt unterstreicht.

Die Wall Street hatte am Mittwoch vor Bekanntgabe der Nvidia-Zahlen im Plus geschlossen. Die US-Aktienindex-Futures notierten nach Verlusten in den frühen asiatischen Handelsstunden nahezu unverändert.

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