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Asiens Aktienmärkte unter Druck: KI-Sorgen reißen Chipwerte mit

Chipgiganten wie SK Hynix und Samsung Electronics führen die Verluste an, Südkoreas Kospi rutscht in den Bärenmarkt.

Asiens Aktienmärkte unter Druck: KI-Sorgen reißen Chipwerte mit

Die Aktienmärkte im asiatisch-pazifischen Raum präsentierten sich am Donnerstag uneinheitlich. Besonders stark unter Druck gerieten Chipwerte, da wachsende Zweifel an der Nachhaltigkeit des KI-Booms die Marktstimmung belasteten. Anleger zogen sich aus dem Sektor zurück und lösten damit eine Verkaufswelle aus, die mehrere Märkte der Region erfasste.

Am härtesten traf es den südkoreanischen Aktienmarkt. Der Leitindex Kospi, der Heimat bedeutender Chiphersteller wie SK Hynix und Samsung Electronics ist, rutschte in einen Bärenmarkt ab – ein Begriff, der einen Kursrückgang von mindestens 20 Prozent gegenüber einem jüngsten Hoch beschreibt. Der Index notierte zuletzt 5,9 Prozent tiefer. Der Einbruch war so heftig, dass die Korea Exchange den Handel mit Kospi-Titeln am frühen Donnerstag kurzzeitig aussetzen musste.

Schwergewichte SK Hynix und Samsung unter massivem Druck

SK Hynix und Samsung Electronics, die zusammen rund die Hälfte des kapitalisierungsgewichteten Kospi ausmachen, verzeichneten besonders starke Verluste. SK Hynix brach um 12 Prozent ein, Samsung Electronics gab 8,5 Prozent nach. Damit machte der Markt einen Großteil der Gewinne vom Vortag wieder zunichte. Für SK Hynix war der Montag dieser Woche bereits der schlimmste Handelstag der Unternehmensgeschichte gewesen.

Auch an den US-Märkten spürte SK Hynix den Gegenwind: Die American Depository Receipts (ADRs) des Unternehmens schlossen über Nacht 9,0 Prozent schwächer. Hintergrund war eine breite Schwächephase bei US-Halbleiterwerten, darunter die an der Nasdaq notierten Unternehmen Micron Technology und Intel.

Japan ebenfalls im Sog der KI-Skepsis

Auch japanische Unternehmen mit starkem KI-Bezug blieben nicht verschont. Advantest verlor 5,1 Prozent, die SoftBank Group gab 6,4 Prozent nach und Tokyo Electron fiel um 6,3 Prozent. Die Verluste dieser Schwergewichte drückten den japanischen Nikkei-Aktienindex um mehr als 2 Prozent nach unten.

Die aktuelle Marktbewegung verdeutlicht, wie empfindlich der Technologie- und Halbleitersektor auf Stimmungsumschwünge rund um das Thema Künstliche Intelligenz reagiert. Investoren weltweit beobachten genau, ob die enormen Investitionen in KI-Infrastruktur langfristig die erhofften Erträge liefern werden. Solange diese Frage offen bleibt, dürften Chipwerte anfällig für starke Kursschwankungen bleiben.

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