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Asiatische Währungen unter Druck: Yuan glänzt mit Handelsdaten

Anhaltende Unsicherheit im Iran-Konflikt belastet Asiens Devisen – Chinas Yuan trotzt dem Trend mit starken Exportzahlen.

Asiatische Währungen unter Druck: Yuan glänzt mit Handelsdaten

Die meisten asiatischen Währungen standen am Dienstag unter erheblichem Druck. Hauptursache war die anhaltende Ungewissheit über eine mögliche Deeskalation im Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran. Während US-Präsident Donald Trump ein baldiges Kriegsende andeutete, widersprachen Irans Revolutionsgarden dieser Einschätzung unmissverständlich.

Der Dollar-Index legte im asiatischen Handel um 0,2 Prozent zu. Die Unsicherheit über inflationäre Auswirkungen des Konflikts stützt den Greenback weiterhin. Angriffe auf Irans Ölinfrastruktur sowie iranische Gegenschläge auf Energieanlagen in Nachbarländern und Schiffe in der Straße von Hormus verschärften die geopolitische Lage am Wochenende zusätzlich.

Yuan als Ausreißer nach oben

Deutlich besser schlug sich der chinesische Yuan: Das Währungspaar USD/CNY fiel um bis zu 0,3 Prozent und rutschte damit wieder unter die psychologisch wichtige Marke von 6,90 Yuan. Chinas Handelsdaten für Januar und Februar übertraschten positiv – der Handelsbilanzüberschuss fiel weit höher aus als erwartet, getragen von einem überdurchschnittlichen Exportanstieg. Die People's Bank of China setzte zudem ein stärkeres Midpoint-Fixing und signalisierte damit Rückendeckung für die Währung.

Die Zahlen belegen die Stärke von Chinas Exportindustrie als zentralem Wachstumsmotor nach einem robusten Jahr 2025. Auch die Importe legten stärker als erwartet zu, was auf eine lebhafte Inlandsnachfrage während des chinesischen Neujahrsfestes hindeutet. Ob sich dieser Konsumtrend nach der Ferienzeit fortsetzt, bleibt abzuwarten.

Japan: Starkes BIP, schwacher Yen

Der japanische Yen verlor gegenüber dem Dollar 0,1 Prozent – Dollarstärke und Sorgen um Energieversorgungsunterbrechungen lasten auf der Währung. Revidierte BIP-Daten für das vierte Quartal zeigten jedoch, dass Japans Wirtschaft deutlich stärker wuchs als zunächst gemeldet, gestützt durch hohe Investitionsausgaben und solide Konsumausgaben.

Das Wachstum der privaten Ausgaben wurde nach oben korrigiert, blieb mit rund 0,3 Prozent pro Quartal aber im historischen Durchschnitt. Die wirtschaftliche Resilienz gibt der Bank of Japan grundsätzlich mehr Spielraum für Zinserhöhungen. Angesichts der erhöhten Marktvolatilität dürfte die Zentralbank vorerst jedoch abwarten.

Die übrigen asiatischen Devisen gaben ebenfalls nach. Der australische Dollar verlor 0,2 Prozent gegenüber dem US-Dollar, der südkoreanische Won schwächte sich um 1,1 Prozent ab. Singapurischer Dollar und indische Rupie verloren je 0,1 Prozent – die Rupie kletterte damit weiter über die Marke von 92 Rupien je Dollar.

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