Asiatische Währungen unter Druck vor US-Inflationsdaten
Schwache japanische Inflationszahlen trüben den Ausblick der Bank of Japan auf weitere Zinserhöhungen.

Asiatische Währungen zeigten sich am Freitag wenig bewegt, da Anleger vor der Veröffentlichung wichtiger US-Inflationsdaten in Wartestellung verharrten. Gleichzeitig belasteten schwache Verbraucherpreisdaten aus Japan den Ausblick für weitere Zinserhöhungen der Bank of Japan (BoJ) und dämpften den Yen.
Der US-Dollar-Index legte um 0,1 Prozent zu, nachdem er in der Nacht zuvor ein Einmonatshoch erreicht hatte. Rückenwind erhielt der Greenback durch die anhaltende Nachfrage nach sicheren Häfen sowie das restriktive Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Federal Reserve aus dieser Woche.
Auch die US-Dollar-Index-Futures notierten gegen 04:51 Uhr GMT um 0,1 Prozent im Plus. Die Marktteilnehmer warten gespannt auf die anstehenden US-Inflationsdaten, die maßgeblich die weiteren Zinserwartungen der Fed beeinflussen dürften.
Japanische Inflation schwächer als erwartet
Die schwachen Verbraucherpreisdaten aus Japan setzten den Yen zusätzlich unter Druck. Für die Bank of Japan erschwert eine niedrige Inflation die Begründung weiterer Zinsschritte nach oben, nachdem die Notenbank zuletzt einen vorsichtigen Normalisierungskurs eingeschlagen hatte.
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Zur AktienanalyseDie BoJ hatte in den vergangenen Monaten mit ersten Zinserhöhungen für Aufsehen gesorgt und damit ihre jahrelange Niedrigzinspolitik schrittweise aufgeweicht. Schwache Inflationszahlen könnten diesen Prozess nun verlangsamen und die Erwartungen der Märkte an weitere Straffungsmaßnahmen dämpfen.
Für deutsche Anleger ist die Entwicklung in Asien besonders relevant, da Wechselkursbewegungen in Yen und anderen asiatischen Währungen globale Kapitalströme beeinflussen. Ein starker Dollar und ein schwacher Yen können dabei Druck auf exportorientierte europäische Unternehmen ausüben, die im Wettbewerb mit japanischen Konkurrenten stehen.


