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Asiatische Währungen unter Druck: Nahostkonflikt treibt Ölpreise

Trotz leichter Tagesgewinne steuern asiatische Währungen auf Wochenverluste zu – der eskalierende Iran-Konflikt belastet die Märkte.

Asiatische Währungen unter Druck: Nahostkonflikt treibt Ölpreise

Die meisten asiatischen Währungen legten am Freitag leicht zu, da der US-Dollar etwas an Stärke verlor. Der US-Dollar-Index gab im asiatischen Handel um 0,3% nach, nachdem er zuvor auf ein Dreimonatshoch geklettert war. Auf Wochensicht verbuchte der Greenback dennoch ein Plus von rund 1,5%.

Der eskalierte Nahostkonflikt zwischen dem Iran, Israel und den USA belastet die Anlegerstimmung erheblich. Am siebten Tag des Konflikts waren keine Anzeichen einer Entspannung erkennbar. Besonders im Fokus steht die Straße von Hormus – eine strategisch wichtige Schifffahrtsroute, über die rund ein Fünftel des weltweiten Ölangebots transportiert wird.

Die Ölpreise reagierten mit einem kräftigen Wochenanstieg von mehr als 15%, da Händler das Risiko von Versorgungsunterbrechungen einpreisten. Für die großen Energieimporteure Asiens bedeutet das eine ernsthafte Belastung: Höhere Rohölpreise verschlechtern die Handelsbilanzen, treiben die Inflation an und schwächen die lokalen Währungen.

Währungen im Überblick

Der südkoreanische Won wertete gegenüber dem Dollar am Freitag um 0,6% auf, verzeichnete auf Wochensicht aber ein Minus von rund 2%. Der japanische Yen notierte weitgehend unverändert und verlor auf Wochensicht ebenfalls rund 1%. Der chinesische Yuan legte um 0,2% zu, steuerte jedoch ebenfalls auf einen Wochenverlust zu.

Der Singapur-Dollar notierte 0,2% fester gegenüber dem US-Dollar. Der australische Dollar stieg um 0,4%, blieb aber auf Kurs für einen Wochenverlust. Die regionalen Devisenmärkte zeigen damit ein einheitliches Bild: kurzfristige Erholung, mittelfristiger Gegenwind.

Fed-Zinssenkungen rücken in weite Ferne

Die steigenden Energiepreise komplizieren auch die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve. Höhere Rohstoffpreise könnten die Inflation erneut anheizen und damit den Spielraum für baldige Zinssenkungen einengen. Händler haben ihre Wetten auf Zinssenkungen der Fed in diesem Jahr bereits zurückgeschraubt – was den Dollar zusätzlich stützt.

Im Fokus der Märkte steht nun der US-Arbeitsmarktbericht (Nonfarm Payrolls) für Februar, der am Freitag veröffentlicht wird. Die Daten könnten neue Hinweise auf die Stärke der US-Wirtschaft und die künftige Richtung der Geldpolitik liefern. Für deutsche Anleger mit Engagements in Asien bleibt die Lage damit vorerst unübersichtlich.

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