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Asiatische Währungen unter Druck: Aussie stark, Yen schwächelt

Die meisten asiatischen Währungen gaben am Freitag nach – mit einem klaren Gewinner und einem auffälligen Verlierer im Monatsvergleich.

Asiatische Währungen unter Druck: Aussie stark, Yen schwächelt

Die asiatischen Devisenmärkte zeigten sich zum Wochenausklang überwiegend schwach. Während der Australische Dollar als klarer Monatsgewinner hervorstach, verzeichnete der Japanische Yen spürbare Verluste. Der US-Dollar-Index fiel im asiatischen Handel um rund 0,1 Prozent, legte im Gesamtmonat Februar jedoch um 0,7 Prozent zu – gestützt durch Safe-Haven-Nachfrage und Unsicherheiten über den weiteren Zinspfad der US-Notenbank.

Der Australische Dollar gehörte mit einem Monatsplus von 2,3 Prozent zu den stärksten Währungen der Region. Das Währungspaar AUD/USD legte am Freitag um 0,25 Prozent zu. Treiber dieser Stärke war die zunehmend restriktive Haltung der Reserve Bank of Australia (RBA): Die Zentralbank hatte die Leitzinsen Anfang Februar um 25 Basispunkte angehoben und weitere Erhöhungen in Aussicht gestellt, sollte die Inflation nicht nachlassen. Höher als erwartet ausgefallene Verbraucherpreisdaten für Januar verstärkten die Erwartungen an weitere Zinsschritte zusätzlich.

Japanischer Yen belastet durch schwache Inflationsdaten

Der Yen stand hingegen unter Druck. Das Währungspaar USD/JPY fiel am Freitag zwar um 0,2 Prozent, steuerte im Monatsvergleich aber auf ein Plus von 0,7 Prozent zu – was Schwäche auf Yen-Seite bedeutet. Auslöser waren enttäuschende Verbraucherpreisdaten aus Tokio für Februar: Der Kern-VPI fiel erstmals seit fast vier Jahren unter das Zwei-Prozent-Ziel der Bank of Japan (BOJ). Dies nährt Zweifel daran, wann die BOJ ihren Zinserhöhungszyklus fortsetzen kann.

Zusätzlich belasteten fiskalische Unsicherheiten den Yen. Märkte hinterfragten die Auswirkungen der Konjunktur- und Steuerpläne von Premierministerin Sanae Takaichi, deren Regierungskoalition zuletzt eine Supermehrheit im Unterhaus des japanischen Parlaments errungen hatte und damit einen klaren Weg für ihre Finanzpolitik besitzt.

Chinas Zentralbank lockert Devisenrestriktionen

Der Chinesische Yuan gab nach einem bemerkenswerten Schritt der Peoples Bank of China nach. Die Zentralbank hob eine wichtige Devisenrisikoquote für bestimmte Termingeschäfte auf – ein Signal, das günstigere Dollar-Käufe im Inland ermöglicht. Das Währungspaar USD/CNY stieg daraufhin um 0,2 Prozent. Der Hintergrund: Der Yuan hatte sich in den vergangenen Monaten stark aufgewertet, unter anderem weil chinesische Exporteure angesichts eines hohen Handelsüberschusses mit den USA massiv Dollar verkauften. Eine zu starke Aufwertung des Yuan schadet jedoch chinesischen Exporteuren, da sie deren Auslandserlöse in heimischer Währung schmälert. Der Yuan hatte sich am Donnerstag noch einem Dreijahreshoch genähert.

Auch andere asiatische Währungen zeigten sich zum Wochenschluss schwächer. Der Südkoreanische Won legte im USD/KRW-Paar leicht zu, verbuchte im Februar aber ein Minus von 1,3 Prozent. Die Indische Rupie stabilisierte sich nach einem Anstieg über die Marke von 87 Rupien je Dollar, lag im Monatsverlauf jedoch noch 0,8 Prozent im Minus – trotz zwischenzeitlicher Gewinne im Zuge eines Handelsabkommens zwischen den USA und Indien. Der Singapur-Dollar bewegte sich kaum und verzeichnete im Februar ein Minus von 0,7 Prozent.

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