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Asiatische Währungen legen zu – Dollar vor BOJ- und Fed-Sitzungen unter Druck

Der Dollar gibt leicht nach, während asiatische Währungen zulegen – die Märkte richten den Blick auf BOJ und Fed.

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Asiatische Währungen legen zu – Dollar vor BOJ- und Fed-Sitzungen unter Druck

Die meisten asiatischen Währungen haben sich am Montag gefestigt, während der US-Dollar leicht nachgab. Im Mittelpunkt des Marktgeschehens stehen die bevorstehenden Sitzungen der Bank of Japan (BOJ) am Dienstag und der US-Notenbank Federal Reserve im weiteren Wochenverlauf. Der Dollar-Index sowie die Dollar-Index-Futures verloren im asiatischen Handel jeweils rund 0,1 % – eine Gegenbewegung nach den deutlichen Gewinnen der Vorwoche.

Die Märkte bleiben angesichts des anhaltenden Nahostkonflikts nervös. Nachdem sich die USA und der Iran am Wochenende aus Gesprächen in Pakistan zurückgezogen hatten, sorgte eine neue Meldung für etwas Entspannung: US-Präsident Donald Trump erklärte, er bleibe offen für Gespräche mit dem Iran. Einem Bericht von Axios zufolge hat der Iran den USA zudem einen neuen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus unterbreitet – allerdings verbunden mit einer Verschiebung der Diskussionen über das iranische Atomprogramm, was für Washington ein wesentlicher Streitpunkt sein dürfte.

BOJ-Entscheidung: Zinsen wohl stabil bei 0,75 %

Beim japanischen Yen steht die BOJ-Sitzung am Dienstag im Fokus. Das Währungspaar USD/JPY gab am Montag leicht nach und blieb unter der viel beachteten Marke von 160 Yen. Marktbeobachter erwarten mehrheitlich, dass die BOJ die Zinssätze bei 0,75 % belässt, obwohl einige Analysten eine Anhebung um 25 Basispunkte weiterhin für möglich halten.

Die Zentralbank dürfte einen restriktiven geldpolitischen Ausblick signalisieren – insbesondere angesichts der hartnäckigen Inflation und des Preisdrucks durch den Iran-Konflikt. Allerdings birgt ein Festhalten an der aktuellen Politik mit einem weniger hawkishen Ton als erwartet das Risiko, den Yen erneut unter Druck zu setzen. Die japanische Währung hatte im März bereits deutliche Verluste verzeichnet und schwankte im April, da Marktteilnehmer bezweifelten, ob die BOJ ausreichend Spielraum für weitere Zinserhöhungen besitzt.

Fed-Sitzung: Powell möglicherweise zum letzten Mal als Vorsitzender

Auch die Federal Reserve tritt in dieser Woche zusammen. Es wird allgemein erwartet, dass sie die Zinsen angesichts der zunehmenden wirtschaftlichen Unsicherheit durch den Iran-Krieg unverändert lässt. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Personalie an der Spitze der US-Notenbank: Diese Sitzung könnte die letzte unter Fed-Chef Jerome Powell sein.

US-Gesetzgeber signalisierten am Sonntag, das Bestätigungsverfahren des Senats für den nominierten Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh fortzusetzen. Hintergrund: Das Justizministerium hatte in der Vorwoche eine Untersuchung gegen Powell auf Forderung republikanischer Abgeordneter eingestellt. Warsh hatte vor dem Kongress ausgesagt, im Falle seiner Bestätigung keine Zusagen für Zinssenkungen zu machen – und gilt als weniger taubenhaft (dovish), als die Märkte erwartet hatten.

Australischer Dollar und chinesischer Yuan im Plus

Unter den asiatischen Währungen legte der australische Dollar am stärksten zu: Das Paar AUD/USD stieg um 0,3 %, was eine verbesserte Risikobereitschaft widerspiegelt. Zusätzlichen Rückenwind liefern Erwartungen an einen starken Verbraucherpreisindex für das erste Quartal, der im Wochenverlauf veröffentlicht wird. Die Daten könnten die Erwartungen für weitere Zinserhöhungen durch die Reserve Bank of Australia (RBA) stärken.

Der chinesische Yuan legte ebenfalls zu: Das Paar USD/CNY fiel um 0,1 %, wobei die Währung nahe ihrem stärksten Stand seit drei Jahren notiert. In dieser Woche werden zudem die chinesischen Einkaufsmanagerindex-Daten (PMI) für April erwartet. Die März-Zahlen hatten bereits eine gewisse Belebung der Wirtschaftsaktivität gezeigt – nun richtet sich der Fokus darauf, ob diese Dynamik anhält.

Weitere asiatische Währungen schlossen sich der positiven Entwicklung an: Das Paar USD/KRW (Südkoreanischer Won) fiel um 0,4 %, während USD/SGD (Singapur-Dollar) 0,1 % verlor. Einzig die indische Rupie blieb zurück – das Paar USD/INR stieg weiter über die Marke von 94 Rupien.

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