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Asiatische Devisen schwach: Dollar stabilisiert sich nach Iran-Waffenstillstand

Unsicherheit über US-Iran-Friedensgespräche und Fed-Nominierter Warsh belasten asiatische Währungen und stützen den Dollar.

Asiatische Devisen schwach: Dollar stabilisiert sich nach Iran-Waffenstillstand

Die meisten asiatischen Währungen bewegten sich am Mittwoch in einer engen Spanne, während sich der US-Dollar stabilisierte. Auslöser waren die anhaltende Unsicherheit über künftige Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran sowie Aussagen von Kevin Warsh, dem Fed-Vorsitzenden-Kandidaten von US-Präsident Donald Trump.

Washington hatte den Waffenstillstand mit dem Iran zwar auf unbestimmte Zeit verlängert, hält jedoch eine Seeblockade gegen das Land aufrecht. Gleichzeitig zogen sich US-amerikanische und iranische Delegierte von einem geplanten Treffen in Pakistan zurück, was den Status weiterer Friedensverhandlungen weiter in der Schwebe lässt.

Warsh-Aussagen stützen den Dollar

Der Dollar-Index und die Dollar-Index-Futures bewegten sich im asiatischen Handel kaum und stabilisierten sich nach Gewinnen vom Dienstag. Gestützt wurde die US-Währung durch Aussagen von Kevin Warsh vor dem Bankenausschuss des US-Senats. Warsh erklärte, er habe Trump keine Versprechen bezüglich Zinssenkungen gemacht und betonte gleichzeitig die Unabhängigkeit der Zentralbank von der Politik.

Warsh kündigte zudem an, im Falle seiner Bestätigung als Fed-Vorsitzender eine umfassende politische Neuausrichtung der Notenbank einzuleiten. Eine Bestätigung durch den Senat gilt zwar als wahrscheinlich, der genaue Zeitpunkt bleibt jedoch unklar. Führende republikanische Gesetzgeber signalisierten, die Bestätigung zu verzögern, bis die Trump-Administration eine laufende strafrechtliche Untersuchung gegen den amtierenden Fed-Chef Jerome Powell einstellt.

Trump hatte zuletzt wiederholt Zinssenkungen von der Fed gefordert und gegenüber dem Sender CNBC erklärt, er wäre enttäuscht, sollte dies nicht geschehen. Die strafrechtliche Untersuchung gegen Powell wird von vielen Beobachtern als Versuch gewertet, Druck auf die unabhängige Zentralbank auszuüben.

Iran-Konflikt belastet Energiemärkte und Devisenhändler

Der Marktfokus lag weiterhin auf der Entwicklung des Iran-Konflikts. Trump erklärte, dass die US-Seeblockade gegen den Iran bestehen bleibe und die Straße von Hormus geschlossen bleibe – ein bedeutender Risikofaktor für die globalen Energiemärkte und die Inflation. Die Unsicherheit hielt viele Devisenhändler an der Seitenlinie.

Beim japanischen Yen notierte das Währungspaar USD/JPY unverändert. Daten zeigten, dass die japanischen Exporte den siebten Monat in Folge gestiegen sind, wobei der Krieg im Nahen Osten bislang nur begrenzte Auswirkungen auf den Außenhandel hatte.

Südkoreanischer Won als Ausnahme

Eine Ausnahme unter den asiatischen Währungen bildete der südkoreanische Won: Das Paar USD/KRW fiel um 0,4 Prozent, nachdem die Erzeugerpreisindex-Daten für März einen starken Anstieg auswiesen. Dieser Trend könnte restriktivere Maßnahmen der Bank of Korea auslösen und macht den Won damit zur stärksten Währung der Region an diesem Handelstag.

Der australische Dollar gab gegenüber dem US-Dollar um 0,1 Prozent nach. Der Singapur-Dollar und der chinesische Yuan bewegten sich kaum. Die indische Rupie hingegen schwächte sich um 0,4 Prozent ab, nachdem die Reserve Bank of India einige Beschränkungen für den Derivatehandel gelockert hatte, die ursprünglich zur Stützung der Rupie eingeführt worden waren.

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