ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

Asiatische Börsen unter Druck: Chip-Rallye endet, Iran-Spannungen belasten

Technologie- und Halbleiterwerte geben Gewinne ab, während Unsicherheit über US-Iran-Verhandlungen die Risikobereitschaft der Anleger dämpft.

Asiatische Börsen unter Druck: Chip-Rallye endet, Iran-Spannungen belasten

Asiatische Aktien haben am Donnerstag deutlich nachgegeben. Technologie- und Halbleiterwerte gaben ihre jüngsten Gewinne ab, während anhaltende Zweifel an einem Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran die Märkte in eine risikoaverse Stimmung versetzten. Die regionalen Märkte folgten damit den negativen Vorgaben der Wall Street, die über Nacht von ihren Rekordhöhen zurückgefallen war.

Die S&P 500 Futures verloren nachbörslich 0,4 Prozent. Auslöser war vor allem der Chip-Entwickler Broadcom, dessen Aktie im nachbörslichen US-Handel um rund 12 Prozent einbrach, nachdem das Unternehmen gemischte Quartalsergebnisse und Prognosen vorgelegt hatte. Broadcom meldete enttäuschende Quartalsumsätze und behielt seine Prognose für KI-Umsätze im laufenden Quartal lediglich bei, anstatt sie anzuheben.

Nikkei und KOSPI unter den größten Verlierern

Japans Nikkei 225 verlor 1,9 Prozent, der breitere TOPIX-Index büßte 1,4 Prozent ein. Größter Belastungsfaktor im Nikkei war die SoftBank Group, deren Aktie um fast 11 Prozent abstürzte. Die japanischen Märkte standen zusätzlich unter Druck, nachdem Bank-of-Japan-Gouverneur Kazuo Ueda am Mittwoch in einem Seminar erklärte, die Zentralbank müsse angesichts steigender Inflationsrisiken über die Vor- und Nachteile von Zinserhöhungen diskutieren. Ueda warnte zudem, dass die Inflation aufgrund des Energieschocks durch den Iran-Krieg die Zielvorgaben überschreiten könnte – ein Signal, das Marktteilnehmer als Hinweis auf eine mögliche Zinserhöhung bei der BOJ-Sitzung Ende des Monats werteten.

Auch der südkoreanische KOSPI gehörte mit einem Minus von bis zu 2 Prozent zu den schwächsten Märkten der Region. Schwergewichte wie Samsung Electronics und SK Hynix verloren zwischen 2 und 4 Prozent, nachdem sie zuvor eine Reihe von Rekordhochs erreicht hatten und Anleger nun Gewinne realisierten. Der chip-lastige KOSPI litt besonders unter den Broadcom-Verlusten, da Südkorea einer der bedeutendsten Halbleiterstandorte weltweit ist.

Iran-Unsicherheit belastet breite Märkte

Die geopolitische Lage bleibt ein zentraler Belastungsfaktor für die asiatischen Börsen. Der Status der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran blieb unklar, nachdem iranische Medien berichteten, dass Teheran die indirekte Kommunikation mit Washington eingestellt habe. Eine Verschärfung der Feindseligkeiten in der Vorwoche hatte die Unsicherheit an den Märkten bereits erhöht.

Australiens ASX 200 verlor 1,4 Prozent, Singapurs Straits Times Index gab 1,2 Prozent nach. Der Hang Seng Index in Hongkong fiel ebenfalls um 1,2 Prozent, belastet durch Verluste bei Technologiewerten. Die Futures für den indischen Nifty 50 notierten dagegen nahezu unverändert, nachdem der Index zuvor auf ein fast zweimonatiges Tief gerutscht war.

Chinas Festlandmärkte zeigten sich vergleichsweise widerstandsfähig: Der CSI 300 und der Shanghai Composite verloren lediglich 0,2 bis 0,4 Prozent. Stärkere Verluste wurden durch eine anhaltende Rallye bei lokalen Halbleiteraktien begrenzt. Optimismus hinsichtlich der KI-Fortschritte Chinas sowie die Erwartung einer umfassenden Index-Neugewichtung beflügelten die Gewinne bei chinesischen Chip-Werten, von denen erwartet wird, dass sie stark von der Neugewichtung profitieren werden.

Asiatische AktienHalbleiter AktienNikkei 225KOSPIBroadcomBank Of Japan ZinsenIran Usa Spannungen

Disclaimer