Asiatische Börsen steigen – Iran-Hoffnung drückt Ölpreise deutlich
Neue Gesprächssignale zwischen den USA und dem Iran beflügeln die Märkte – Brent-Öl fällt unter 100 Dollar.

Die Aussicht auf eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran hat den asiatischen Aktienmärkten am Mittwoch Auftrieb gegeben. US-Präsident Donald Trump signalisierte, dass Verhandlungen mit Teheran schon bald in Pakistan wieder aufgenommen werden könnten – möglicherweise innerhalb der nächsten zwei Tage. Diese Ankündigung beruhigte die Anleger spürbar, nachdem gescheiterte Wochenendgespräche zu einer US-Blockade iranischer Häfen geführt hatten.
Analyst Tony Sycamore von IG kommentierte die Marktstimmung treffend: „Die beeindruckende Kursentwicklung bei Risikoanlagen deutet darauf hin, dass die Märkte bereit sind, über die unmittelbaren Auswirkungen des Nahostkonflikts hinwegzusehen." Anleger griffen angesichts der geopolitischen Entspannungssignale beherzt zu.
Asiatische Indizes legen zu
In Tokio gewann der Nikkei-Index 0,5 Prozent auf 58.162,84 Punkte und näherte sich damit wieder seinem Rekordhoch vom Ende Februar. Auch die chinesischen Börsen zeigten sich in guter Verfassung: Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen legte um 0,2 Prozent zu. Besonders stark präsentierte sich der breite MSCI Asien-Pazifik-Index mit einem Plus von 1,5 Prozent – der höchste Stand seit sechs Wochen.
Am Devisenmarkt stabilisierte sich der US-Dollar nach einer Serie von sieben Verlusttagen. Gegenüber dem Euro notierte er nahezu unverändert bei 1,1783 Dollar. Zum japanischen Yen legte der Greenback 0,2 Prozent auf 159,02 Yen zu und gewann auch leicht gegenüber dem chinesischen Yuan auf 6,8191. Gegenüber dem Schweizer Franken gab er hingegen leicht auf 0,7815 Franken nach.
Ölpreise unter Druck – Gold legt leicht zu
Die Rohstoffmärkte reagierten ebenfalls auf die geopolitischen Signale. Die Nordseesorte Brent legte im asiatischen Handel zwar um 0,4 Prozent auf 95,12 Dollar je Barrel zu, blieb damit aber klar unterhalb der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar. Das US-amerikanische Rohöl WTI notierte 0,2 Prozent schwächer bei 91,08 Dollar je Barrel. Gold gewann moderat 0,1 Prozent auf 4.846 Dollar je Feinunze.
An der Wall Street hatte der technologielastige Nasdaq am Dienstag seinen zehnten Gewinntag in Folge verbucht und legte dabei um zwei Prozent auf 23.639,08 Punkte zu. Der breit aufgestellte S&P 500 stieg um 1,2 Prozent auf 6.967,38 Zähler und näherte sich damit seinem Rekordhoch. Der Dow Jones Industrial Average gewann 0,7 Prozent auf 48.535,99 Punkte.
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Zur AktienanalyseDAX wartet auf weitere Entwicklungen
Für den deutschen Leitindex DAX zeichnet sich zum Handelsbeginn am Mittwoch zunächst eine abwartende Haltung ab. Indikationen zwei Stunden vor dem Xetra-Start deuteten auf ein leichtes Minus hin – der DAX hielt sich jedoch knapp über der psychologisch bedeutsamen Marke von 24.000 Punkten. Broker IG taxierte den Index zuletzt 0,1 Prozent tiefer bei 24.019 Punkten. Anleger dürften die weiteren Entwicklungen rund um den Iran-Konflikt genau beobachten, bevor sie größere Positionen eingehen.


