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Asiatische Börsen uneinheitlich nach Trump-Wahl

Investoren erwarten Fed-Entscheidungen und fürchten Inflation

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Asiatische Börsen uneinheitlich nach Trump-Wahl

Die Wiederwahl von Donald Trump zum US-Präsidenten hat an den asiatischen Börsen gemischte Reaktionen ausgelöst. Anleger wägen die möglichen wirtschaftlichen Konsequenzen einer weiteren Trump-Regierung ab und warten gespannt auf die bevorstehenden Entscheidungen der US-Notenbank. Trumps Politikvorschläge, insbesondere die geplanten Zölle und die Verschärfung der Einwanderungspolitik, könnten das Inflationsrisiko erhöhen, was die geldpolitische Lockerung der Federal Reserve bremsen könnte.

In Tokio blieb der Nikkei-Index mit 39.446,25 Punkten fast unverändert, während der breiter gefasste Topix-Index um 1,2 Prozent auf 2747,34 Punkte stieg. Am Vortag hatte der Nikkei-Index noch um 2,6 Prozent zugelegt. Laut Takehiko Masuzawa, Handelschef bei Phillip Securities Japan, deutet die moderate Entwicklung des Nikkei darauf hin, dass die vorangegangenen Gewinne größtenteils von kurzfristig orientierten Anlegern getragen wurden, die auf eine Rallye infolge des Trump-Sieges gesetzt hatten und nun schnell Gewinne realisierten.

Einzelne Unternehmen an den japanischen Märkten verzeichneten erhebliche Kursbewegungen. So fiel die Aktie von Fast Retailing, dem Besitzer der Marke Uniqlo, um 2,52 Prozent und belastete den Nikkei-Index. Tokyo Electron, ein führender Chiphersteller, verzeichnete einen Verlust von 2,5 Prozent, während der Möbelhändler Nitori Holdings einen Rückgang von 5,57 Prozent hinnehmen musste. Auf der anderen Seite legte der Autobauer Toyota um 4,27 Prozent zu. Auch Finanzwerte profitierten von den steigenden Anleiherenditen: Mitsubishi UFJ stieg um 2,68 Prozent, Sumitomo Mitsui um 1,99 Prozent und der Versicherer Tokio Marine um 2,8 Prozent.

Nach anfänglichen Verlusten aufgrund von Bedenken über mögliche Zollerhöhungen unter Trump verzeichneten die chinesischen Märkte eine Erholung. Der Shanghai Composite stieg um 0,9 Prozent auf 3413 Punkte, während der Index der führenden Unternehmen in Shanghai und Shenzhen um 0,7 Prozent auf 4052 Punkte zulegte. Die Anleger richten ihre Aufmerksamkeit auf die bevorstehende Abschlusszeremonie der einwöchigen Sitzung des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses, bei der möglicherweise neue wirtschaftliche Maßnahmen angekündigt werden.

Die jüngsten Handelsdaten Chinas zeigen ein starkes Exportwachstum im Oktober, das höchste seit über zwei Jahren. Experten führen dies auf die Bestrebungen der chinesischen Hersteller zurück, Lagerbestände in wichtigen Exportmärkten abzubauen, bevor möglicherweise neue Zölle der USA und der EU in Kraft treten.

Im asiatischen Devisenhandel verlor der Dollar 0,1 Prozent auf 154,40 Yen, nachdem er infolge des Wahlsieges von Trump zuvor deutlich zugelegt hatte. Die japanische Regierung äußerte sich besorgt über die jüngste Yen-Abwertung. Atsushi Mimura, führender Währungsexperte, bezeichnete die Kursbewegungen als „einseitig und drastisch“ und betonte, dass Japan die Entwicklung des Marktes genau beobachte. Japan kündigte die Bereitschaft an, bei übermäßigen Schwankungen zu intervenieren, um den Yen zu stabilisieren. Der Dollar verzeichnete einen leichten Anstieg auf 7,1748 Yuan.

AsienAktienmarktBörseNikkeiTopixShanghai Yen

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