Asiatische Börsen rutschen nach globaler Rallye ab
Yen-Aufwertung und schwache Exportdaten belasten Märkte in Tokio und Shanghai

Die asiatischen Börsen erlitten nach einer jüngsten globalen Rallye deutliche Verluste. Anleger reagierten vorsichtig auf die bevorstehende Veröffentlichung revidierter US-Arbeitsmarktdaten, die am Mittwoch erwartet werden. Diese Zurückhaltung ist darauf zurückzuführen, dass die Märkte weiterhin sensibel auf wirtschaftliche Indikatoren, insbesondere auf Arbeitsmarktdaten, reagieren. Obwohl die neuesten Wirtschaftsdaten aus den USA die Ängste vor einer drohenden Rezession gemindert haben, bleibt die Unsicherheit hoch. Laut Charu Chanana, Head of FX Strategy bei Saxo Bank, könnte eine Revision, die eine starke Zunahme neu geschaffener Stellen zeigt, die Marktvolatilität erhöhen, da sie erneute Sorgen über den US-Arbeitsmarkt hervorrufen könnte.
In Tokio geriet der Nikkei-Index unter Druck, der um 0,7 Prozent auf 37.805,35 Punkte fiel. Der breiter gefasste Topix verzeichnete ein Minus von 0,6 Prozent und schloss bei 2655,29 Punkten. Die schwächer als erwarteten Exportdaten sowie ein über Nacht gestiegener Yen belasteten den japanischen Aktienmarkt zusätzlich. Ein stärkerer Yen kann sich negativ auf Exportunternehmen auswirken, da die Rückführung von Auslandsgewinnen in Yen weniger profitabel wird. Besonders betroffen von diesem Effekt waren die Aktien von Chip-Herstellern wie Tokyo Electron, die 1,5 Prozent verloren, und Advantest, die um rund drei Prozent fielen.
Ein weiteres Highlight des gestrigen Tages war die Entwicklung der Aktien von Seven & I Holdings, die um 3,3 Prozent zulegen konnten, nachdem sie am Vortag stark gefallen waren. Die Anleger bewerteten weiterhin das Übernahmeangebot des kanadischen Unternehmens Alimentation Couche-Tard. Auf der anderen Seite verlor der Kosmetikkonzern Shiseido rund fünf Prozent, was ihn zum größten Verlierer im Nikkei-Index machte.
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Zur AktienanalyseAuch die chinesischen Märkte blieben nicht von der negativen Stimmung verschont. Die Börse in Shanghai schloss mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 2858,17 Punkten. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagnierte bei 3332,34 Punkten. Die Zurückhaltung der Anleger deutet auf anhaltende Unsicherheit hin, insbesondere in Anbetracht der volatilen globalen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die sowohl von internationalen als auch von lokalen Faktoren beeinflusst werden.


