Artemis II: Astronauten kehren nach historischer Mondmission zur Erde zurück
Vier Astronauten rasen nach der ersten bemannten Mondreise seit über 50 Jahren im Orion-Raumschiff zur Wasserung im Pazifik.

Die vier Besatzungsmitglieder der NASA-Mission Artemis II sind auf dem Rückweg zur Erde. Nach einer zehntägigen Reise, die sie tiefer in den Weltraum führte als je zuvor einen Menschen, steuert ihre Orion-Kapsel mit dem Namen „Integrity" auf eine Wasserung im Pazifischen Ozean vor der Küste San Diegos zu. Die Landung war für kurz nach 20:00 Uhr ET (00:00 Uhr GMT) geplant.
An Bord befinden sich die US-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie der kanadische Astronaut Jeremy Hansen. Das Quartett war am 1. April von Cape Canaveral in Florida gestartet. Die gigantische SLS-Rakete (Space Launch System) der NASA beförderte sie zunächst in eine Erdumlaufbahn, bevor sie die Rückseite des Mondes umrundeten und dabei eine Rekordentfernung von 252.756 Meilen von der Erde erreichten – und damit den bisherigen Rekord der Apollo-13-Besatzung aus dem Jahr 1970 von rund 248.000 Meilen übertrafen.
Historische Meilensteine für die Besatzung
Die Mission schrieb gleich mehrfach Geschichte. Victor Glover ist der erste schwarze Astronaut, der an einer Mondmission teilnahm. Christina Koch ist die erste Frau, die in die Nähe des Mondes flog. Und Jeremy Hansen ist der erste Nicht-US-Bürger, der an einer solchen Mission beteiligt war. Damit sind sie die ersten Astronauten seit dem Apollo-Programm der 1960er und 70er Jahre, die in die Nähe des Mondes vorgedrungen sind.
Artemis II folgte auf den unbemannten Testflug Artemis I im Jahr 2022 und gilt als entscheidende Generalprobe für den geplanten Versuch, noch in diesem Jahrzehnt erstmals seit Apollo 17 Ende 1972 wieder Astronauten auf der Mondoberfläche abzusetzen. Das übergeordnete Ziel des Artemis-Programms ist der Aufbau einer langfristigen Präsenz auf dem Mond – als Sprungbrett für die künftige bemannte Erforschung des Mars.
Kritischer Wiedereintritt: Hitzeschild unter extremem Druck
Das Finale der Mission stellt die Technik vor enorme Herausforderungen. Die Orion-Kapsel taucht mit rund 25.000 Meilen pro Stunde (etwa 40.235 km/h) in die Erdatmosphäre ein. Dabei steigen die Temperaturen an der Außenseite der Kapsel auf etwa 5.000 Grad Fahrenheit (2.760 Grad Celsius) an. Beim Testflug 2022 hatte der Hitzeschild unerwartet starke Brandspuren und Belastungen aufgewiesen, weshalb NASA-Ingenieure die Abstiegsbahn für Artemis II anpassten, um die Hitzeentwicklung zu reduzieren.
Der Ablauf des Wiedereintritts ist präzise geplant: Zunächst trennt sich die Orion-Mannschaftskapsel von ihrem Servicemodul, dann folgt der glühende Wiedereintritt in die Atmosphäre mit einer sechsminütigen Funkstille. Anschließend sinkt die Kapsel an Fallschirmen ins Meer herab. Von der Atmosphäre bis zur Wasserung vergehen weniger als 15 Minuten. Nach der Wasserung benötigen die Bergungsteams etwa eine weitere Stunde, um die Kapsel zu sichern, auf ein Schiff zu hieven und den Astronauten zu helfen, die Kapsel nacheinander zu verlassen.
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Zur AktienanalyseDie neu berechnete Flugbahn hat jedoch auch die Größe der potenziellen Landezone verringert, was die Optionen bei schlechtem Wetter auf See einschränkt. NASA-Vertreter erklärten, dass die Wettervorhersagen für die bevorzugte Landezone günstig aussähen.
Breite öffentliche Unterstützung weltweit
Die Mission fand vor dem Hintergrund politischer und sozialer Unruhen statt – eine historische Parallele zur Ära des Kalten Krieges und des Apollo-Programms. Für viele Zuschauer weltweit bestätigte Artemis II die Errungenschaften von Wissenschaft und Technologie in einer Zeit, in der großen Technologieunternehmen zunehmend Misstrauen entgegengebracht wird. Meinungsumfragen zeigten eine breite öffentliche Unterstützung für die Ziele der Mission.


