Artemis Gold: Kosten für Blackwater-Mühle steigen um 20 Prozent
Artemis Gold erhöht das Budget für die erste Erweiterung der Blackwater-Mühle in British Columbia auf C$120 Millionen.

Artemis Gold (TSXV: ARTG; US-OTC: ARGTF) hat die Kosten für die erste Erweiterung seiner Blackwater-Mühle in British Columbia auf C$120 Millionen (rund 85,3 Millionen US-Dollar) angehoben. Das entspricht einer Kostensteigerung von bis zu 20 Prozent gegenüber dem ursprünglichen Budget. Trotz der Mehrkosten hält das Unternehmen an seinem Ziel fest, die erweiterte Anlage noch bis zum Jahresende in Betrieb zu nehmen.
Ursprünglich hatte Artemis Gold für das Projekt zwischen C$100 Millionen und C$110 Millionen eingeplant. Die Kostensteigerung begründet das Unternehmen mit einer Konkretisierung des Projektumfangs sowie der Beschaffung zusätzlicher Ersatzausrüstung. Ziel der Erweiterung ist es, die Verarbeitungskapazität der Mühle um ein Drittel auf 8 Millionen Tonnen pro Jahr zu steigern. Die Anlage befindet sich rund 450 Kilometer nordöstlich von Vancouver.
Der Baufortschritt liegt laut einer Unternehmensmitteilung vom Dienstag bei 57 Prozent, gemessen zum Stichtag 30. Juni. Das Projekt schreitet damit planmäßig voran, auch wenn die gestiegenen Kosten Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Analyst sieht Kostensteigerung im Gesamtkontext als moderat
Pierre Vaillancourt, Analyst bei Haywood Securities, relativierte die Budgeterhöhung in einer Einschätzung vom Dienstag. „Im Kontext des Wachstumskapitals für 2026 in Höhe von C$670 bis C$745 Millionen, das aus dem operativen Cashflow finanziert wird, ist das zusätzliche Kapital nicht wesentlich", schrieb er. Die Überschreitung fällt tatsächlich vergleichsweise gering aus, wenn man sie der geplanten zweiten Erweiterung von Artemis im Wert von C$1,44 Milliarden gegenüberstellt.
Für Investoren ist die Kostenkontrolle bei diesem kleineren Projekt dennoch von Bedeutung. Sie gilt als Indikator dafür, wie verlässlich Artemis Gold auch das weitaus größere Folgeprojekt umsetzen kann. Das langfristige Ziel des Unternehmens ist ambitioniert: Durch die schrittweise Erweiterung soll die Verarbeitungsrate von Blackwater mehr als verdreifacht und die jährliche Goldproduktion bis 2029 auf über 500.000 Unzen gesteigert werden.
Rege Minenbauaktivitäten in British Columbia
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Zur AktienanalyseDas höhere Budget für Blackwater fällt in eine Phase verstärkter Minenbauaktivitäten im Zentrum von British Columbia. Auch Centerra Gold (TSX: CG; NYSE: CGAU) ist in der Region aktiv und verfügt über Genehmigungen für Ausgaben von bis zu C$400 Millionen beim nahegelegenen Projekt Mount Milligan. Die Region entwickelt sich damit zu einem bedeutenden Zentrum für den Goldbergbau in Kanada.
Für deutsche Privatanleger, die den Goldsektor beobachten, bleibt Artemis Gold ein interessanter Wert mit klarem Wachstumspfad. Die Fähigkeit des Unternehmens, trotz Kostensteigerungen den Zeitplan einzuhalten und die Finanzierung aus dem operativen Cashflow zu stemmen, wird in den kommenden Monaten entscheidend für das Anlegervertrauen sein.


