Arkansas verschärft Regulierung von Hanf-THC-Produkten per Gesetz
Generalstaatsanwalt Tim Griffin zertifizierte das neue Gesetz 934 nach erfolgreichem Abschluss eines langen Rechtsstreits.

Der Generalstaatsanwalt von Arkansas, Tim Griffin (Republikaner), hat am Mittwoch offiziell ein Gesetz zur Regulierung von aus Hanf gewonnenen THC-Produkten zertifiziert. Damit ist der Weg frei für den Bundesstaat, das sogenannte Gesetz 934 von 2025 vollständig durchzusetzen. Die Zertifizierung erfolgte auf einer Pressekonferenz in Griffins Büro und markiert das Ende eines mehrjährigen Rechtsstreits.
Das Gesetz 934 von 2025 aktualisiert ein Vorgängergesetz aus dem Jahr 2023, das den Verkauf und Vertrieb bestimmter aus Hanf gewonnener Produkte wie Delta-8 und THC-O untersagte. Das ursprüngliche Gesetz war von einem Bundesrichter blockiert worden, der argumentierte, es werde wahrscheinlich durch die US-amerikanische Farm Bill von 2018 verdrängt. Diese Bundesgesetzgebung verbietet Regelungen, die den Transport von Hanf im zwischenstaatlichen Handel beeinträchtigen.
Gerichtlicher Durchbruch im vergangenen Sommer
Das US-Berufungsgericht für den 8. Bezirk hob die einstweilige Verfügung im vergangenen Sommer auf und ermöglichte es Arkansas, sein Verbot dieser Produkte umzusetzen. Innerhalb von nur drei Monaten beschlagnahmte das Finanz- und Verwaltungsministerium des Bundesstaates daraufhin mehr als 6.000 Produkte. Das neue Gesetz von 2025 war so konzipiert, dass es erst in Kraft treten sollte, sobald Griffin die Rechtskraft des Urteils offiziell bestätigt – was er nun getan hat.
„Es war ein langer Weg bis zu diesem Punkt, aber ich bin stolz auf mein Team für die erfolgreiche Verteidigung des Gesetzes von 2023, und ich freue mich, dieses Gesetz endlich zu zertifizieren", erklärte Griffin. Als Hauptargument für die Regulierung nannte er den Schutz von Kindern: Die aus Hanf gewonnenen Produkte seien oft als Gummibärchen und Getränke verpackt worden, die gezielt an Kinder vermarktet und online sowie in Lebensmittelgeschäften ohne Altersbeschränkung verkauft wurden.
Kinderschutz als zentrales Motiv der Gesetzgeber
Senator Tyler Dees, Republikaner aus Siloam Springs und Sponsor beider Gesetze, betonte die persönliche Bedeutung des Themas. Als Vater von drei kleinen Kindern habe er sich bewusst für den „Schutz von Kindern gegenüber dem Profit von Händlern dieser illegalen Drogen" entschieden. Dees erklärte, er habe während der Gesetzgebungsdebatte sowohl von Lobbyisten als auch von besorgten Eltern gehört.
„Diese Drogen waren ehrlich gesagt schon immer illegal, aber wir haben für Rechtsklarheit gesorgt und das Gesetz gestärkt", sagte Dees. „Und deshalb freue ich mich heute so sehr, dass Arkansas dank der Maßnahmen, die wir ergreifen konnten, nun für alle unsere Gemeinden sicherer ist."
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Zur AktienanalyseArkansas im nationalen Kontext
Arkansas ist nicht der einzige US-Bundesstaat, der versucht, Hanfprodukte strenger zu regulieren. Auch Alabama, Indiana und Missouri gehören zu den Staaten, die ähnliche Maßnahmen ergreifen. Für deutsche Anleger und Beobachter des Cannabis-Marktes ist dies ein relevantes Signal: Die regulatorische Landschaft in den USA bleibt uneinheitlich und entwickelt sich weiter.
Innerhalb von Arkansas selbst ist die Cannabis-Politik gespalten. Die Wähler des Bundesstaates legalisierten 2016 medizinisches Marihuana. Eine Abstimmung, die auch den Freizeitkonsum von Marihuana erlaubt hätte, wurde jedoch im Jahr 2022 abgelehnt. Die nun vollzogene Zertifizierung des Gesetzes 934 unterstreicht den restriktiven Kurs des Bundesstaates gegenüber nicht regulierten Hanfprodukten außerhalb des medizinischen Rahmens.


