Ares Management erzielt Rekord-Fundraising für Kreditfonds seit 2023
Trotz Marktturbulenzen sichert sich Ares Management die höchsten Kapitalzusagen für seine Flaggschiff-Kreditfonds seit drei Jahren.

Der Private-Credit-Konzern Ares Management hat in einem schwierigen Marktumfeld ein beeindruckendes Ergebnis erzielt. In den drei Monaten bis Ende Juni warb das Unternehmen Eigenkapitalzusagen in Höhe von 12,9 Milliarden US-Dollar für seine Kreditfonds ein – ein Anstieg von mehr als 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Es sind die höchsten Kapitalzusagen für die Flaggschiff-Kreditfonds seit 2023.
Unter Berücksichtigung der eingesetzten Hebelwirkung, die das Unternehmen zur Renditesteigerung nutzt, mobilisierte die Kreditsparte ein über den Erwartungen liegendes Kapital von 23,7 Milliarden US-Dollar. Gestärkt wurden die Fundraising-Zahlen durch die positive Resonanz auf den jüngsten 8,5-Milliarden-Dollar-Fonds für sogenannte „Esoteric Credits" – also spezialisierte Kreditstrategien abseits klassischer Unternehmensanleihen.
Rekordquartal beim Fundraising
Über alle Fondstypen hinweg erhielt Ares im Quartal Eigenkapitalzusagen in Höhe von 22,2 Milliarden US-Dollar. Unter Berücksichtigung der Hebelwirkung steigt diese Zahl auf 36,4 Milliarden US-Dollar. Davon entfielen 6,7 Milliarden US-Dollar auf die Real-Asset-Strategie, die in Immobilien und Infrastruktur investiert, sowie 1,3 Milliarden US-Dollar auf die Secondaries-Plattform.
Das verwaltete Vermögen stieg insgesamt auf 671 Milliarden US-Dollar und lag damit leicht über den Prognosen der Wall Street. Ares-Chef Michael Arougheti bezeichnete das Ergebnis als ein „Rekordquartal beim Fundraising" und erklärte, das Unternehmen sehe eine „deutliche Belebung" seiner Investment-Pipeline. Geplant ist, 170 Milliarden US-Dollar an verfügbarem Kapital – sogenanntes „Dry Powder" – zu investieren.
Die Managementgebühren stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 1,03 Milliarden US-Dollar und lagen damit leicht unter den Analystenprognosen. Die gebührenbezogenen Erträge, eine an der Wall Street genau beobachtete Kennzahl, legten um ein Fünftel auf 491 Millionen US-Dollar zu.
Wettbewerb unter Branchenriesen
Das starke Ergebnis von Ares fällt in eine Phase intensiven Wettbewerbs unter den größten Akteuren der Private-Credit-Branche. Neben Ares streben auch Apollo, Blackstone und die BlackRock-Tochter HPS Investment Partners die Auflegung großer neuer Fonds an. Aktionäre und Analysten beobachten dabei genau, wie beständig die institutionelle Nachfrage nach dieser Anlageklasse ist.
Die Branche sah sich im vergangenen Jahr erheblichem Gegenwind ausgesetzt. Sorgen über die Stabilität des Private-Credit-Marktes und sinkende Renditen lösten eine Abwanderung von Privatanlegern aus. Diese waren in den vergangenen Jahren auf der Suche nach höheren Renditen in diese Anlageklasse geströmt und hatten Konzernen wie Ares und Blue Owl Kapital in zweistelliger Milliardenhöhe zur Verfügung gestellt – sowie lukrative Managementgebühren für den Ausbau des eigenen Geschäfts.
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Zur AktienanalyseViele Fonds, darunter auch das Vehikel von Ares für vermögende Privatpersonen, begrenzen weiterhin Rücknahmeanträge, während sie eine Warteschlange von Anlegern abarbeiten, die ihr Kapital abziehen wollen. Dies hat den Fokus auf die Nachfrage von Großinstitutionen wie Pensionskassen und Staatsfonds geschärft, da Investoren nach Anzeichen für eine Besserung der Fundraising-Herausforderungen suchen.
Diversifizierung über Private Credit hinaus
Ares treibt unterdessen die Diversifizierung seines Geschäfts abseits des Kerngeschäfts mit Private Credit voran. Im vergangenen Jahr übernahm das Unternehmen den internationalen Arm des Immobilien-Investmentmanagers GLP Capital Partners. Darüber hinaus berichtete die Financial Times Anfang dieser Woche, dass Ares kürzlich Gespräche über eine mögliche Übernahme des Private-Equity-Spezialisten Leonard Green geführt habe.


