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Ares Management begrenzt Rücknahmen bei 21,5-Milliarden-Dollar-Fonds

Massiver Rücknahmedruck zwingt den Private-Credit-Riesen Ares Management zum Handeln – fast zwölf Prozent der Anleger wollten ihr Kapital abziehen.

Ares Management begrenzt Rücknahmen bei 21,5-Milliarden-Dollar-Fonds

Der US-amerikanische Vermögensverwalter Ares Management hat Rücknahmen bei seiner milliardenschweren Business Development Company (BDC) auf 5 Prozent begrenzt. Auslöser war ein ungewöhnlich hoher Rücknahmedruck: Für das am 20. März endende Quartal stellten Anleger Anträge auf Rückzahlung von 11,6 Prozent der Fondsanteile. Das geht aus einer Pflichtmitteilung des Unternehmens an die US-Börsenaufsicht SEC hervor.

Der betroffene Fonds verwaltet ein Vermögen von 21,5 Milliarden US-Dollar und gehört damit zu den größten seiner Art. Ares Management zählt zu den führenden Anbietern im Bereich Private Credit – einem Markt, der in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist. Die Begrenzung der Auszahlungen auf 5 Prozent ist ein gängiges Instrument bei sogenannten semiliquiden Fonds, die keine tägliche Handelbarkeit wie börsennotierte Produkte bieten.

Was sind Business Development Companies?

BDCs sind eine in den USA etablierte Fondsstruktur, die vor allem hochverzinsliche Kredite an mittelständische Unternehmen mit spekulativen Bonitätsbewertungen – sogenannte Junk-Ratings – vergeben. Die Erträge aus diesen Darlehen werden als hohe Dividenden an Anleger ausgeschüttet. Für Fondsmanager wie Ares haben sich BDCs zu einem attraktiven Vehikel entwickelt, um auch Privatanleger am boomenden Private-Credit-Markt zu beteiligen.

Der hohe Rücknahmedruck könnte auf wachsende Unsicherheiten unter Kleinanlegern hindeuten, die verstärkt in solche semiliquiden Produkte investiert haben. Anders als bei klassischen Investmentfonds können Anleger ihr Kapital nicht jederzeit vollständig abziehen – die Rücknahmen sind quartalsweise begrenzt. Diese Einschränkung ist strukturell bedingt, da die zugrundeliegenden Kreditportfolios nicht kurzfristig liquidierbar sind.

Für deutsche Privatanleger ist der Fall ein wichtiges Signal: Auch hierzulande wächst das Angebot an Private-Credit-Produkten für Retailinvestoren. Die Ereignisse bei Ares verdeutlichen das sogenannte Liquiditätsrisiko – also die Gefahr, nicht jederzeit an sein investiertes Kapital zu gelangen – bei solchen Anlageformen eindrücklich.

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