Aramco erwartet steigende Ölnachfrage im Jahr 2025
US-Sanktionen, OPEC+ und LNG-Expansion prägen die Marktstrategie

Saudi-Arabiens Ölkonzern Aramco erwartet für das Jahr 2025 eine zusätzliche Nachfrage von 1,3 Millionen Barrel Rohöl pro Tag. Dies teilte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Amin Nasser, am Dienstag am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos mit. Die weltweite Ölnachfrage werde damit auf etwa 106 Millionen Barrel pro Tag steigen, nachdem sie im Jahr 2024 durchschnittlich bei rund 104,6 Millionen Barrel pro Tag gelegen habe. Die Marktentwicklung bezeichnete Nasser als gesund und wies auf ein kontinuierliches Wachstum hin.
Auf die Frage nach den Auswirkungen der US-Sanktionen gegen russische Öltanker erklärte Nasser, dass sich der Markt derzeit noch in einer frühen Phase der Anpassung befinde. Er bezifferte das Volumen der betroffenen Lieferungen auf über zwei Millionen Barrel pro Tag und äußerte sich zurückhaltend zu möglichen Engpässen. Es sei noch abzuwarten, welche Auswirkungen diese Maßnahmen auf den globalen Ölmarkt haben könnten.
Bezüglich möglicher Anfragen aus China und Indien nach zusätzlichen Ölmengen infolge der Sanktionen betonte Nasser, dass Aramco sich an die von der saudischen Regierung festgelegten Fördermengen halte. Saudi-Arabien produziere derzeit rund drei Viertel seiner maximalen Kapazität, um im Einklang mit den Vereinbarungen der OPEC+ zur Marktstabilisierung beizutragen. Die saudische Regierung und das Energieministerium legten die Zielwerte für die Produktion fest, um ein Gleichgewicht auf dem Markt sicherzustellen.
Aramco verfolgt zudem eine Strategie zur internationalen Expansion im Bereich Flüssigerdgas (LNG). Das Unternehmen arbeitet mit MidOcean zusammen, einem LNG-Anbieter, an dem Aramco eine Mehrheitsbeteiligung von 51 Prozent hält. Konkrete Details zu geplanten Projekten oder neuen Investitionen wurden jedoch nicht genannt.
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Zur AktienanalyseDie Entwicklungen auf dem globalen Energiemarkt werden weiterhin genau beobachtet, insbesondere in Bezug auf geopolitische Faktoren und wirtschaftspolitische Entscheidungen der großen Produzenten- und Verbraucherländer. Die Nachfrageprognosen für das laufende Jahr spiegeln eine anhaltende Stabilität im Ölmarkt wider, während der Einfluss neuer Sanktionen und strategischer Anpassungen erst in den kommenden Monaten deutlicher sichtbar werden dürfte.


