AppLovin wehrt sich gegen Vorwürfe von Shortseller CapitalWatch
Das Ad-Tech-Unternehmen AppLovin geht juristisch gegen einen kritischen Bericht des Leerverkäufers CapitalWatch vor. Dieser wirft dem Unternehmen systemische Compliance-Risiken und Verbindungen zu Finanzkriminalität vor.

AppLovin, ein führendes Unternehmen im Bereich Werbe-Technologie, hat den Shortseller CapitalWatch aufgefordert, einen kritischen Bericht zurückzuziehen. Das Unternehmen bezeichnet die Vorwürfe als "verschwörerisch" und droht mit rechtlichen Schritten.
Schwere Anschuldigungen durch Leerverkäufer
CapitalWatch behauptet in seinem Bericht, "systemische Compliance-Risiken und den Verdacht auf schwere Finanzkriminalität" in der Kapitalstruktur von AppLovin aufgedeckt zu haben. Die Vorwürfe reihen sich ein in eine Serie von Attacken durch Shortseller gegen das Unternehmen.
Verbindungen zu kriminellen Netzwerken
Im Zentrum der Vorwürfe steht eine mögliche Verbindung zu Chen Zhi, der im Oktober vom US-Justizministerium wegen Verschwörung zum Überweisungsbetrug und Geldwäsche angeklagt wurde. Bei der Beschlagnahmung sicherten die Behörden Bitcoin im Wert von etwa 15 Milliarden US-Dollar aus seinen Krypto-Wallets.
Das US-Finanzministerium stufte zeitgleich die Prince Group als "Transnationale Kriminelle Organisation" ein. Eine Verbindung zu AppLovin soll über die Prince Bank bestehen, die 2022 eine Partnerschaft mit der kambodschanischen Super-App WOWNOW einging.
AppLovin fordert Dokumentation
In einem formellen Schreiben forderte AppLovin den Leerverkäufer auf, sämtliche Dokumente und die gesamte Kommunikation über das Unternehmen aufzubewahren. Dies deutet auf mögliche rechtliche Schritte hin.
Nicht die erste Attacke
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Zur AktienanalyseBereits im März hatte der Shortseller Fuzzy Panda das S&P 500 Index Committee aufgefordert, AppLovin aus dem Referenzindex auszuschließen. Fuzzy Panda bekräftigte Vorwürfe betrügerischer Werbetaktiken und argumentierte, AppLovin erfülle nicht den "Goldstandard" des S&P 500.
CEO weist Vorwürfe zurück
AppLovin-CEO Adam Foroughi hat die von Leerverkäufern erhobenen Anschuldigungen in der Vergangenheit stets zurückgewiesen. Das Unternehmen betrachtet die Berichte als koordinierte Angriffe auf seinen Ruf und seine Marktposition.


