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Apple und Tencent einigen sich auf 15-Prozent-Deal

Neue Vereinbarung regelt Spielkäufe über Wechat und stärkt Apples Position in China

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Apple und Tencent einigen sich auf 15-Prozent-Deal

Der lange schwelende Konflikt zwischen Apple und dem chinesischen Technologiekonzern Tencent ist beigelegt, nachdem beide Seiten eine neue Vereinbarung zur Abwicklung digitaler Käufe getroffen haben. Die Einigung sieht vor, dass Apple künftig Transaktionen für Minispiele und Anwendungen übernimmt, die über die in China allgegenwärtige Plattform Wechat gekauft werden. Dafür erhält Apple 15 Prozent der erzielten Umsätze. Die Regelung soll ab Beginn der kommenden Woche greifen und markiert das Ende von über einjährigen Verhandlungen, in denen beide Parteien hartnäckig um Konditionen gerungen hatten.

Tencent gelang es dabei, die übliche Apple-Provision deutlich zu drücken. Normalerweise berechnet Apple für die Abwicklung von In-App-Käufen eine Gebühr von 30 Prozent. Dass der iPhone-Hersteller einem geringeren Anteil zustimmte, zeigt den strategischen Wert des chinesischen Marktes. Wechat ist mit mehr als einer Milliarde Nutzerinnen und Nutzern ein zentraler Zugangspunkt zu digitalen Diensten in China. Allein mit Minispielen generierte die Plattform im dritten Quartal rund 4,5 Milliarden US-Dollar Umsatz. Ein erheblicher Teil dieser Erlöse floss bislang an Apple vorbei, weil Verbraucher alternative Zahlungssysteme nutzten.

In den Gesprächen hatte Apple daher auf strengere Vorgaben gedrängt, um der Umgehung des eigenen Bezahlsystems entgegenzuwirken. Künftig sollen App-Entwickler bestimmte Softwareanforderungen erfüllen, um für den Verkauf auf iPhones zugelassen zu werden. Dazu gehören Funktionen, mit denen Eltern für ihre Kinder definieren können, welche Altersfreigaben gelten sollen. Diese Vorgaben sollen sicherstellen, dass Käufe im Apple-Ökosystem bleiben und Einnahmeverluste vermieden werden.

Mit der Einigung sichert sich Apple eine bessere Position im hart umkämpften chinesischen Smartphone-Markt, in dem lokale Hersteller wie Xiaomi und Huawei zunehmend Marktanteile zurückgewinnen. Zugleich schafft der Deal eine stabilere Grundlage für die Geschäftsbeziehungen der beiden Konzerne. Die Vereinbarung dürfte Apple helfen, die sinkenden Erlöse aus App-Verkäufen in China teilweise zu kompensieren und eine zentrale Plattform des Landes enger an das eigene Angebot zu binden. Tencent profitiert im Gegenzug von einer verlässlicheren technischen Integration auf iPhones und der Aussicht auf weniger Konflikte bei künftigen Updates.

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