Apple trotz steigender Speicherkosten besser aufgestellt als Dell und HP
Bank of America sieht nur moderates Risiko für Apples Gewinn durch Speicherinflation im Jahr 2026.

Die Bank of America erwartet für 2026 deutlich steigende Preise bei Speicherkomponenten, sieht Apple jedoch deutlich besser positioniert als die Konkurrenz. Während Dell und HP mit erheblichen Gewinneinbußen rechnen müssen, droht dem iPhone-Konzern laut BofA-Analyst Wamsi Mohan nur ein moderater Gewinnrückgang.
Die Analysten prognostizieren für das Kalenderjahr 2026 einen dramatischen Preisanstieg bei NAND-Speicher um 140 Prozent und bei DRAM um 14 Prozent. Diese Entwicklung zwingt PC-Hersteller zu einer Kombination aus Preiserhöhungen, Produktanpassungen und verstärktem Druck auf die Zulieferer, um die steigenden Kosten aufzufangen.
Apple profitiert dabei von seiner besonderen Marktposition. Laut Bank of America fallen rund 85 Prozent der Apple-Verkäufe in die unelastische Nachfragekohorte – Kunden kaufen die Produkte also weitgehend unabhängig vom Preis. Dies ermöglicht dem Konzern, Preissteigerungen leichter an die Endverbraucher weiterzugeben als die Wettbewerber.
Konkrete Gewinnauswirkungen im Vergleich
Die Modellrechnungen der Bank of America zeigen erhebliche Unterschiede zwischen den Herstellern. Apple drohen potenzielle Gewinneinbußen von lediglich 0,12 Dollar je Aktie. Im Gegensatz dazu müssen Dell mit Auswirkungen von 3,77 Dollar und HP mit 1,55 Dollar je Aktie rechnen. Die Bank betont jedoch, dass die tatsächlichen Auswirkungen geringer ausfallen dürften, da langfristige Lieferverträge wahrscheinlich günstigere Konditionen bieten als die aktuellen Spotmarktpreise.
Trotz der Speicherinflation hält die Bank of America an ihrer Kaufempfehlung für Apple fest. Als Begründung nennt Analyst Mohan die Optionalität durch neue Produkte, das Potenzial neuer Märkte und den erwarteten Erfolg mit künstlicher Intelligenz am Edge. Die operative Marge könnte zwar im Jahresvergleich um über 600 Basispunkte zurückgehen, würde aber aufgrund der starken Profitabilität des Unternehmens im positiven Bereich bleiben.
Branchenausblick verschlechtert sich
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Zur AktienanalyseDie Konkurrenten Dell und HP stehen vor deutlich größeren Herausforderungen. Um profitabel zu bleiben, müssten beide Unternehmen ihre Betriebskosten um 5 bis 20 Prozent senken und gleichzeitig die Produktspezifikationen reduzieren. Dies könnte die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte beeinträchtigen.
Aufgrund der angespannten Situation hat die Bank of America ihre Prognose für den PC-Markt 2026 deutlich nach unten korrigiert. Statt des zuvor erwarteten stagnierenden Wachstums rechnen die Analysten nun mit einem Absatzrückgang von 8 Prozent im Jahresvergleich. Die steigenden Komponentenpreise dürften die ohnehin schwache Nachfrage zusätzlich belasten und zu Verschiebungen im Wettbewerbsgefüge führen.


