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Apple steigert Gewinn trotz Zollrisiken

Produktionsverlagerung nach Indien und Vietnam soll zusätzliche Kosten abfedern

 Apple steigert Gewinn trotz Zollrisiken

Apple hat für das erste Quartal 2025 einen überraschend starken Gewinn gemeldet. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf 95,4 Milliarden US-Dollar, was über den Erwartungen der Analysten lag. Der Nettogewinn kletterte auf 24,78 Milliarden US-Dollar, nachdem im Vorjahresquartal ein Gewinn von 23,64 Milliarden US-Dollar erzielt worden war. Haupttreiber dieses Wachstums waren die guten Verkaufszahlen des iPhones, das weiterhin das wichtigste Produkt im Portfolio des Unternehmens ist und fast die Hälfte des Konzernumsatzes ausmacht.

Analysten sehen einen möglichen Zusammenhang zwischen den gestiegenen Verkaufszahlen und der Sorge der Verbraucher vor künftigen Zusatzzöllen. Apple-Chef Tim Cook wies diese Interpretation jedoch zurück. Dennoch gilt Apple als besonders anfällig für die aktuelle US-Zollpolitik. Da ein Großteil der iPhones in China produziert wird, könnten künftige Handelsbarrieren die Lieferkette empfindlich treffen. Für das laufende Quartal rechnet das Unternehmen mit zusätzlichen Kosten von 900 Millionen US-Dollar aufgrund der von Präsident Donald Trump verhängten Importzölle.

Um die Auswirkungen dieser Politik abzufedern, hat Apple damit begonnen, Lieferketten neu zu strukturieren. Geräte für den US-Markt sollen zunehmend aus Indien und Vietnam stammen. Bereits jetzt wird etwa die Hälfte der in den USA verkauften iPhones in Indien gefertigt, und dieser Anteil soll weiter steigen. Auch andere Produktlinien wie iPads, Macs und Apple Watches sollen künftig vermehrt aus Vietnam geliefert werden. Medienberichten zufolge wird die Produktion in Indien deutlich ausgeweitet.

Die Einführung neuer Zölle durch die US-Regierung hatte zunächst starke Auswirkungen auf die Importkosten. Für Produkte aus China summierten sich die Abgaben auf 145 Prozent, für Vietnam auf 46 Prozent und für Indien auf 26 Prozent. Zwar wurden die neuen Zölle später für 90 Tage ausgesetzt, ein Mindesttarif von zehn Prozent blieb jedoch bestehen. Analysten diskutieren derzeit, ob Apple die gestiegenen Kosten an die Verbraucher weitergeben oder niedrigere Margen akzeptieren wird.

Trotz der guten Quartalszahlen reagierten die Investoren verhalten. Im nachbörslichen Handel fiel die Apple-Aktie um rund zwei Prozent. Seit Jahresbeginn verlor der Konzern rund 600 Milliarden US-Dollar an Börsenwert und rutschte vom ersten Platz der wertvollsten Unternehmen der Welt ab.

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