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Apple meldet Rekordumsatz durch iPhone-Boom

Zölle, Vorzieheffekte und KI-Pläne treiben den US-Konzern in neue Dimensionen

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Apple meldet Rekordumsatz durch iPhone-Boom

Ein starker iPhone-Absatz hat Apple im zweiten Quartal den höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte beschert. Der US-Technologiekonzern profitierte von einem sogenannten Vorzieheffekt: Viele Kunden kauften neue Geräte früher als geplant, um möglichen Preissteigerungen durch US-Zölle zuvorzukommen. Allein die iPhone-Einnahmen stiegen um 13,5 Prozent auf 44,58 Milliarden Dollar. Analysten hatten lediglich mit einem deutlich geringeren Plus gerechnet. Der gesamte Konzernumsatz kletterte um rund zehn Prozent auf 94,04 Milliarden Dollar – ein Rekordwert für das traditionell eher schwache Quartal zwischen April und Juni.

Apple-Finanzchef Kevan Parekh sprach von einem „Rekordergebnis“ und verwies darauf, dass die Zahl aktiver Geräte über alle Produktgruppen hinweg neue Höchststände erreicht habe. Konzernchef Tim Cook erklärte, ein Prozentpunkt des Umsatzwachstums gehe auf vorgezogene Käufe zurück. Viele Nutzer hätten ihre Altgeräte durch neue Modelle ersetzt, um drohenden Zöllen zuvorzukommen. Die Apple-Aktie reagierte mit einem Kursplus von knapp drei Prozent im nachbörslichen Handel an der Wall Street.

Hintergrund der Entwicklung sind zunehmende Spannungen zwischen den USA und China. Obwohl Smartphones bislang nicht von Einfuhrzöllen betroffen sind, hat Apple die Produktion teilweise von China nach Indien verlagert. Ab dem 1. August werden in den USA voraussichtlich 25-prozentige Zölle auf indische Waren fällig. Die zusätzlichen Kosten durch die US-Handelspolitik bezifferte Cook auf 800 Millionen Dollar – 100 Millionen weniger als zuvor angenommen. Für das laufende Quartal rechnet der Konzern mit weiteren 1,1 Milliarden Dollar an Belastungen.

Besonders auf dem chinesischen Markt, wo Apple stark unter Druck steht, konnte das Unternehmen den Absatz durch Rabattaktionen stabilisieren. Dort konkurriert der iPhone-Hersteller mit Marken wie Huawei und Xiaomi, die technologisch aufgeschlossen haben und mit umfassenden KI-Funktionen punkten. Apple hingegen hat die Einführung einer KI-basierten Version der Sprachassistentin Siri auf das kommende Jahr verschoben.

Im Bereich Künstliche Intelligenz zeigt sich Apple nun offen für Übernahmen. Konzernchef Cook betonte, man wolle mit Zukäufen schneller aufholen. Zwar habe Apple bislang überwiegend kleinere Firmen gekauft, doch sei man bei der Größe nicht festgelegt. Bloomberg zufolge prüfte Apple bereits mögliche Gebote für die milliardenschweren KI-Firmen Perplexity und Mistral. Der Konzern will seine Investitionen in KI deutlich erhöhen.

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