Appian Capital sichert sich 95% am Kupferprojekt Omitiomire in Namibia
Der Investmentberater plant eine Mine mit 300.000 Tonnen Jahresproduktion und benötigt rund 400 Millionen US-Dollar Entwicklungskapital.

Der britische Investmentberater Appian Capital Advisory hat eine Mehrheitsbeteiligung von 95% am Kupferprojekt Omitiomire in Namibia erworben. Das Projekt wird unter dem Namen Omico Copper geführt und soll zu einer bedeutenden neuen Kupferquelle ausgebaut werden. Für den Aufbau der Mine sind laut Appian rund 400 Millionen US-Dollar an Entwicklungskapital erforderlich.
Über eine geplante Laufzeit von 15 Jahren soll die Mine eine jährliche Produktion von rund 300.000 Tonnen Kupfer ermöglichen. Appian positioniert das Projekt als seltene, kurzfristig realisierbare Gelegenheit, angesichts eines weltweit begrenzten Neuangebots an Kupfer bedeutende Produktionsmengen auf den Markt zu bringen. Die Abnahmevereinbarungen des Projekts sind bislang nicht vorbelastet, was dem Unternehmen nach eigenen Angaben kommerzielle Flexibilität sichert.
Elektrifizierung und Energiewende als Nachfragetreiber
Appian begründet das Investment mit dem erwarteten Anstieg der globalen Kupfernachfrage bis 2035. Als wesentliche Treiber nennt das Unternehmen die weltweite Elektrifizierung sowie den Ausbau der Infrastruktur für die Energiewende. Kupfer gilt als unverzichtbarer Rohstoff für Elektrofahrzeuge, erneuerbare Energien und Stromnetze – Bereiche, die in den kommenden Jahren massiv wachsen sollen.
Bereits jetzt führt Appian nach eigenen Angaben Gespräche mit potenziellen Partnern über künftige Abnahmevereinbarungen. Dies deutet darauf hin, dass das Unternehmen frühzeitig strategische Abnehmer für die geplante Kupferproduktion gewinnen möchte. Die offene Struktur der Abnahmeverträge soll dabei maximale Verhandlungsfreiheit gewährleisten.
Technische Optimierung durch Flotationsverfahren
Im Rahmen der technischen Due-Diligence-Prüfung hat Appian mehrere Möglichkeiten zur Wertschöpfung identifiziert. Besonders hervorzuheben ist der geplante Übergang von einem laugungsbasierten Verfahrensschema zu einem Flotationsverfahren. Dieser Wechsel in der Aufbereitungstechnologie gilt in der Bergbauindustrie häufig als Mittel zur Steigerung der Metallausbeute und zur Kostensenkung.
Appian-Gründer und CEO Michael W. Scherb kommentierte die Transaktion wie folgt: „Omico Copper ist eine technisch solide Entwicklungschance, die mit der Investitionsphilosophie von Appian übereinstimmt. Das Projekt ergänzt unser Portfolio und bietet sowohl eine kurzfristige Produktion als auch langfristiges Wachstumspotenzial. Unsere Due Diligence hat einen klaren Weg zu einer starken Cash-Generierung und Wertschöpfung durch disziplinierte Entwicklung und Ressourcenerweiterung aufgezeigt."
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Zur AktienanalyseScherb betonte zudem die Bedeutung des Standorts: „Namibia bleibt für Appian ein vertrauenswürdiger Standort, und wir freuen uns darauf, dieses Projekt verantwortungsvoll und effizient zum Wohle aller Beteiligten umzusetzen." Namibia gilt in der Bergbaubranche als politisch stabiles und investitionsfreundliches Land im südlichen Afrika, was das Risikoprofil des Projekts positiv beeinflusst.
Strategische Bedeutung für das Appian-Portfolio
Für Appian Capital Advisory, das sich auf Investitionen im Bergbausektor spezialisiert hat, stellt Omico Copper eine strategische Ergänzung des bestehenden Portfolios dar. Das Unternehmen setzt auf eine Kombination aus kurzfristiger Produktionsaufnahme und langfristigem Wachstumspotenzial durch Ressourcenerweiterung. Angesichts der globalen Rohstofftrends und der steigenden Nachfrage nach Kupfer für die grüne Transformation könnte das Projekt zu einem wichtigen Baustein der Appian-Strategie werden.


