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Apothekensterben in Deutschland

Ende März gab es noch 17.939 Apotheken

Apothekensterben in Deutschland

Die Zahl der Apotheken in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit mehr als 40 Jahren gefallen. Ende März gab es noch 17.939 Apotheken, wie aus Daten der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (Abda) hervorgeht. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 146 Schließungen verzeichnet, aber auch 17 Neueröffnungen. Der Vize-Vorsitzende des Deutschen Apothekerverbandes, Hans-Peter Hubmann, betonte, dass jede Apothekenschließung sich direkt auf die Versorgungsqualität der Patienten auswirke.

Die Apotheken in Deutschland kämpfen mit vielen Herausforderungen. Neben dem verschärften Fachkräftemangel und dem demografischen Wandel führen auch schleppende Digitalisierung und bürokratische Belastungen dazu, dass die Situation für die Apotheken wirtschaftlich schwierig ist. Der Verband fordert daher eine Honoraranhebung, da die seit zehn Jahren nicht erhöhte Pauschale von 8,35 Euro pro rezeptpflichtigem Medikament für Beratung nicht mehr ausreiche. Der Verband fordert eine Erhöhung auf 12,00 Euro sowie eine regelmäßige Anpassung an die Kostenentwicklung.

Die sinkende Zahl der Apotheken in Deutschland ist auch ein Ergebnis der Konzentration in der Branche. Viele kleinere Apotheken können wirtschaftlich nicht mehr überleben und schließen. Gleichzeitig gibt es einen Trend zur Gründung von Apotheken-Ketten. Die Corona-Pandemie hat die Bedeutung von Apotheken noch einmal verdeutlicht, da viele Menschen auf Medikamente und Beratung angewiesen sind. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Versorgung der Bevölkerung mit Medikamenten und Beratung auch in Zukunft zu gewährleisten.

Ein weiteres Problem ist die Arzneimittelknappheit, die in den vergangenen Jahren immer wieder zu Engpässen in der Versorgung mit wichtigen Medikamenten geführt hat. Gerade in der Corona-Pandemie wurden Engpässe bei wichtigen Medikamenten wie Blutdrucksenkern, Krebsmedikamenten oder Impfstoffen sichtbar. Die Politik hat angekündigt, gegen die Arzneimittelknappheit vorzugehen und das Problem anzugehen. Doch es bleibt abzuwarten, ob die angekündigten Maßnahmen ausreichen, um die Versorgung mit wichtigen Medikamenten auch in Zukunft sicherzustellen.

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