ANZEIGE

Apollo Global Management verpasst lukrative Asset-Exits der Konkurrenz

Während KKR und Blackstone von großen Unternehmensverkäufen profitierten, brachen Apollos erfolgsabhängige Erträge im zweiten Quartal drastisch ein.

•• 2 Min
Apollo Global Management verpasst lukrative Asset-Exits der Konkurrenz

Apollo Global Management hat im zweiten Quartal 2026 deutlich schlechtere Ergebnisse bei den erfolgsabhängigen Vergütungen erzielt als erwartet. Die New Yorker Private-Equity-Gesellschaft verbuchte lediglich 130 Millionen US-Dollar an realisierten Performance-Gebühren – ein Rückgang von 40 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Grund: Apollo verpasste jene großvolumigen Investitionsexits, die Wettbewerbern wie KKR und Blackstone erheblichen Auftrieb gaben.

Besonders schmerzhaft fiel der Rückgang bei den zur Ausschüttung an Aktionäre verfügbaren erfolgsabhängigen Gewinnen aus. Diese beliefen sich auf lediglich 16 Millionen US-Dollar – ein Einbruch von mehr als 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr und deutlich unter den Analystenerwartungen. Auch der bereinigte Nettogewinn, den Analysten als Indikator für den Cashflow heranziehen, lag leicht unter den Prognosen.

Apollo selbst erklärte, man habe den Verkauf von Vermögenswerten in einigen Flaggschiff-Private-Equity- und Hybridfonds angesichts eines „sich wandelnden Exit-Umfelds" „umsichtig verzögert". Das Unternehmen bezeichnete die erfolgsabhängigen Gewinne als „zyklisch schwach" – ein Signal, dass die Gesellschaft auf bessere Marktbedingungen für Unternehmensverkäufe und Börsengänge wartet.

Versicherungsmodell als stabiler Anker

Trotz der schwachen Performance-Gebühren präsentierte Apollo in anderen Bereichen starke Zahlen. Die quartalsweisen gebührenbezogenen Erträge stiegen um 25 Prozent auf einen Rekordwert von 785 Millionen US-Dollar und übertrafen damit die Analystenprognosen. Die Spread-Gewinne aus der Anlage von Versicherungsprämien beliefen sich auf 877 Millionen US-Dollar, ein Plus von 7 Prozent, ebenfalls über den Erwartungen.

Das Fundament dieser Stabilität ist Apollos einzigartiges Finanzierungsmodell. Die Gesellschaft finanziert sich über ihren hundertprozentigen Versicherer Athene sowie über den Geschäftsbereich Apollo Asset Management, der Gelder von Pensionskassen und Staatsfonds einsammelt. Athene verwaltet ein Vermögen von fast 500 Milliarden US-Dollar und liefert der Muttergesellschaft einen stetigen Strom an Versicherungsprämien für Investitionen.

Dieses Modell erwies sich im zweiten Quartal als besonders widerstandsfähig. Nur wenige Kunden entschieden sich angesichts volatiler Finanzmärkte und steigender Sorgen vor Kreditverlusten dazu, ihre Versicherungspolicen zu kündigen. Die sogenannten „ungeplanten" Abflüsse beliefen sich auf 850 Millionen US-Dollar – ein minimaler Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Apollo versus Blackstone: Zwei unterschiedliche Strategien

Der Vergleich mit dem Konkurrenten Blackstone verdeutlicht die strategischen Unterschiede in der Branche. Blackstone hat den Erwerb eines Versicherers abgelehnt und setzt stattdessen auf sogenannte „semi-liquide" Fonds für wohlhabende Privatanleger. Diese Fonds bieten das Recht, quartalsweise Kapital bis zu bestimmten Grenzen abzuziehen – ein Modell, das zuletzt mit massiven Rückforderungen von Anlegern konfrontiert war.

Apollos Versicherungskunden zogen im Vergleich dazu seltener Kapital aus volatilen Märkten ab als wohlhabende Privatpersonen, die häufig alternative Anlagen in unbefristeten Retail-Fonds halten. Dies unterstreicht einen strukturellen Vorteil des Apollo-Modells in turbulenten Marktphasen.

Gleichzeitig steht die gesamte Branche vor einer gemeinsamen Herausforderung: Blackstone, Blue Owl, Cliffwater und Apollo haben sich in diesem Jahr dazu entschieden, Rückforderungen bei ihren Flaggschiff-Private-Debt-Fonds nicht in vollem Umfang zu bedienen, um Notverkäufe von Vermögenswerten zu vermeiden. Während die Rücknahmebeschränkungen wie vorgesehen funktionieren, unterstreichen sie die Risiken, die Anleger im Austausch für illiquide Privatanlagen mit höheren Renditechancen eingegangen sind – ein Aspekt, den auch deutsche Privatanleger bei Investments in alternative Anlageklassen berücksichtigen sollten.

Apollo Global ManagementPrivate EquityPerformance-GebührenAtheneKKRBlackstoneAsset ManagementErfolgsabhängige Vergütung

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Börsenkorrektur kommt unweigerlich: So bereiten sich Anleger richtig vor
  4. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  5. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.