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Antofagasta steigert EBITDA um 27 Prozent trotz Produktionsrückgang

Hohe Kupferpreise treiben das operative Halbjahresergebnis des chilenischen Bergbaukonzerns auf 2,84 Milliarden Dollar.

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Antofagasta steigert EBITDA um 27 Prozent trotz Produktionsrückgang

Der chilenische Bergbaukonzern Antofagasta hat im ersten Halbjahr trotz rückläufiger Produktion ein starkes Ergebnis erzielt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 27 Prozent auf 2,84 Milliarden US-Dollar, nach 2,23 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Ausschlaggebend für diesen Anstieg waren die hohen Kupferpreise, die den Rückgang bei der geförderten Menge mehr als ausglichen.

Das Unternehmen befindet sich mehrheitlich im Besitz der chilenischen Familie Luksic und zählt zu den bedeutendsten Kupferproduzenten weltweit. Kupfer gilt als Schlüsselrohstoff für die Energiewende und die Elektrifizierung der Wirtschaft, was die Nachfrage und damit die Preise in den vergangenen Monaten auf hohem Niveau gehalten hat. Für Anleger ist Antofagasta damit ein viel beachteter Indikator für die Entwicklung des globalen Kupfermarktes.

Dividende fast verdoppelt

Neben dem starken operativen Ergebnis kündigte Antofagasta eine Zwischendividende von 30,1 Cent pro Aktie an. Dies entspricht nahezu einer Verdoppelung gegenüber der Vorjahresdividende von 16,6 Cent pro Aktie und signalisiert das Vertrauen des Unternehmens in seine finanzielle Stärke. Für Aktionäre ist dies ein deutliches Zeichen der Gewinnbeteiligung in einem profitablen Marktumfeld.

Produktionsprognose für 2026 gesenkt

Trotz der positiven Halbjahreszahlen gibt es auch eine Schattenseite: Antofagasta senkte seine Produktionsprognose für das Jahr 2026. Grund dafür ist die Stilllegung einer seiner Minen, die die künftige Fördermenge spürbar belasten wird. Dies verdeutlicht, dass das Unternehmen trotz der aktuell günstigen Preissituation mit operativen Herausforderungen konfrontiert ist.

Die Stilllegung einer Mine ist im Bergbausektor ein bedeutsames Ereignis, das sowohl betriebliche als auch strategische Konsequenzen nach sich zieht. Für Investoren stellt sich damit die Frage, ob die hohen Kupferpreise auch mittelfristig ausreichen werden, um den Produktionsrückgang zu kompensieren. Die Entwicklung des Kupferpreises bleibt daher ein entscheidender Faktor für die Bewertung des Unternehmens.

Antofagasta ist an der Londoner Börse notiert und für viele europäische Anleger ein direkter Zugang zum Kupfermarkt. Das Unternehmen betreibt seine Minen ausschließlich in Chile, einem der weltweit größten Kupferproduzenten. Die Kombination aus starkem Halbjahresergebnis und erhöhter Dividende dürfte kurzfristig positiv aufgenommen werden, während die gesenkte Produktionsprognose für 2026 mittelfristig im Blick behalten werden sollte.

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