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Anthropic: USA geben KI-Modell Claude Mythos 5 teilweise frei

Nach zweiwöchiger Sperre dürfen ausgewählte vertrauenswürdige Partner – darunter Cybersicherheitsfirmen – wieder auf das Modell zugreifen.

Anthropic: USA geben KI-Modell Claude Mythos 5 teilweise frei

Die US-Regierung hat dem KI-Entwickler Anthropic grünes Licht gegeben, sein leistungsstarkes Sprachmodell „Claude Mythos 5" wieder an ausgewählte Unternehmen weiterzugeben. Laut Informationen der Nachrichtenagentur AFP handelt es sich dabei vorwiegend um Cybersicherheitsfirmen. Die Teilfreigabe beendet eine rund zweiwöchige vollständige Sperrung des Modells.

Handelsminister Howard Lutnick teilte in einem offiziellen Schreiben mit, dass „Claude Mythos 5" bestimmten „vertrauenswürdigen Partnern" künftig ohne Exportlizenz zur Verfügung gestellt werden darf. Anthropic bestätigte die Teilerlaubnis. Für alle Unternehmen, die nicht auf dieser Liste stehen, bleiben die Exportbeschränkungen laut Lutnick jedoch weiterhin in Kraft.

Hintergrund: Warum wurden die Modelle gesperrt?

US-Behörden hatten Anthropic zuvor angewiesen, den Zugriff ausländischer Staatsangehöriger auf gleich zwei KI-Modelle zu unterbinden – sowohl auf „Mythos 5" als auch auf „Fable 5". Diese Einschränkung galt ausdrücklich auch für Personen, die sich auf US-amerikanischem Boden befinden. Daraufhin sperrte Anthropic beide Modelle vollständig. Seitdem habe das Unternehmen eng mit der Regierung zusammengearbeitet, um die identifizierten Sicherheitsrisiken auszuräumen, erklärte Lutnick in seinem Schreiben.

Der Kern der Bedenken: Die US-Regierung befürchtet, dass militärische Geheimdienste in China, Russland oder anderen als sicherheitskritisch eingestuften Staaten Zugang zu der Technologie erlangen könnten. Beide Modelle gelten als besonders leistungsfähig darin, Sicherheitslücken in Software aufzuspüren und gezielt auszunutzen – eine Fähigkeit, die im falschen Umfeld erhebliche Risiken birgt.

Wann kommt die Freigabe für „Fable 5"?

Über das zweite gesperrte Modell, „Fable 5", schweigt das Schreiben von Handelsminister Lutnick. Einem Insider zufolge erwägt die Regierung jedoch, auch für dieses Modell eine Zulassung zu erteilen. Ein konkreter Zeitplan wurde bislang nicht kommuniziert.

Für Anleger und Marktbeobachter verdeutlicht der Vorfall, wie stark geopolitische Spannungen zunehmend in die KI-Branche hineinspielen. Exportkontrollen für Hochleistungsmodelle könnten künftig ein regulatorisches Dauerthema werden – mit direkten Auswirkungen auf Geschäftsmodelle und internationale Partnerschaften von KI-Unternehmen wie Anthropic.

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