Anschlussfinanzierung: Immobilienkredite verteuern sich rasant auf 3,8 Prozent
Banken erhöhen die Hypothekenzinsen spürbar – Hauskäufer und Anschlussfinanzierer zahlen jetzt deutlich mehr.

Der Immobilienmarkt steht vor einer neuen Belastungsprobe. Innerhalb weniger Wochen haben zahlreiche Banken ihre Hypothekenzinsen kräftig angehoben – mit spürbaren Folgen für Hauskäufer und alle, die eine Anschlussfinanzierung benötigen.
Bei einem Standardkredit mit zehnjähriger Zinsbindung liegt der aktuelle Zinssatz mittlerweile bei 3,8 Prozent. Anfang März waren es noch 3,5 Prozent – ein Anstieg, der auf den ersten Blick gering wirkt, sich über die Laufzeit eines Darlehens jedoch zu Tausenden Euro summiert. Wer wenig Eigenkapital einbringt, muss bereits mehr als vier Prozent Zinsen einkalkulieren.
Experten warnen: Höhere Zinsen könnten dauerhaft bleiben
Fachleute schließen nicht aus, dass das aktuelle Zinsniveau kein vorübergehendes Phänomen ist. Vielmehr könnte sich ein Niveau von vier Prozent und mehr als neuer Normalzustand am Hypothekenmarkt etablieren. Für Darlehensnehmer, die in den nächsten Monaten eine Anschlussfinanzierung abschließen müssen, bedeutet das konkreten Handlungsbedarf.
Besonders betroffen sind Immobilieneigentümer, deren Zinsbindung ausläuft und die sich in den Jahren 2020 bis 2022 noch zu historisch niedrigen Konditionen unter einem Prozent finanziert haben. Der Unterschied zur aktuellen Marktlage ist erheblich – und belastet das monatliche Haushaltsbudget spürbar.
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Zur AktienanalyseUm die gestiegenen Kosten abzufedern, empfehlen Finanzexperten folgende Schritte:
- Frühzeitig Angebote vergleichen: Bereits 12 bis 24 Monate vor Ablauf der Zinsbindung lohnt sich ein Marktvergleich
- Forward-Darlehen prüfen: Damit lassen sich aktuelle Konditionen für die Zukunft sichern
- Eigenkapital erhöhen: Wer mehr Eigenkapital einbringt, profitiert von günstigeren Zinssätzen
- Tilgungsrate anpassen: Eine höhere Tilgung reduziert die Restschuld und damit das Zinsrisiko
Privatanleger, die Immobilien als Kapitalanlage halten, sollten die gestiegenen Finanzierungskosten zudem in ihrer Renditekalkulation berücksichtigen. Steigende Zinsen belasten nicht nur private Eigenheimbesitzer, sondern drücken auch auf die Bewertungen börsennotierter Immobilienunternehmen und REITs.


