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Anschlag stoppt Betrieb der Pipeline Bicentenario

Unbekannte Gruppe verübt Sprengstoffattacke in konfliktreicher Region Arauca

Anschlag stoppt Betrieb der Pipeline Bicentenario

Die Förderung in der kolumbianischen Erdölpipeline Bicentenario ist nach einem Angriff mit Sprengstoff ausgesetzt worden. Wie das Betreiberunternehmen Cenit mitteilte, wurde die Leitung in der Provinz Arauca beschädigt. Cenit ist eine Tochtergesellschaft des staatlichen Energiekonzerns Ecopetrol. Der Angriff wurde nach Angaben des Unternehmens von einer bisher unbekannten Gruppe verübt.

Explosionsanschläge auf Ölpipelines kommen in Kolumbien häufiger vor. Oft stehen bewaffnete Gruppen wie die Nationale Befreiungsarmee (ELN) hinter solchen Attacken. In diesem Fall wurden bislang keine Verantwortlichen benannt. Die Behörden untersuchen den Vorfall. Der genaue Zeitpunkt des Angriffs wurde von Cenit nicht genannt.

Das Unternehmen teilte mit, dass derzeit gemeinsam mit Katastrophenschutzbehörden und der Armee Maßnahmen zur Reinigung des betroffenen Gebiets ergriffen werden. Die Schäden an der Infrastruktur und mögliche Umweltrisiken wurden zunächst nicht näher erläutert.

Die Pipeline Bicentenario gehört zu den bedeutenden Transportwegen für Rohöl im Osten Kolumbiens. Der Betrieb wurde vorsorglich eingestellt, um weitere Schäden oder Risiken zu vermeiden. Angaben darüber, wie lange der Stillstand andauern wird oder welche wirtschaftlichen Auswirkungen zu erwarten sind, machte das Unternehmen nicht.

Die Provinz Arauca gilt seit Jahren als konfliktreiche Region mit wiederkehrenden Auseinandersetzungen zwischen staatlichen Sicherheitskräften und illegal bewaffneten Gruppen. Infrastrukturprojekte wie Pipelines sind dort regelmäßig Ziel von Sabotageakten. Die Behörden arbeiten laut Cenit eng mit dem Militär zusammen, um die Sicherheit in der Region wiederherzustellen und den Betrieb der Pipeline so bald wie möglich wieder aufzunehmen.

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