Anglo American und Codelco einigen sich auf gemeinsamen Kupfer-Minenplan
Die endgültige Vereinbarung sieht über 21 Jahre zusätzliche 2,7 Millionen Tonnen Kupfer in Chile vor.

Anglo American und der chilenische Staatskonzern Codelco haben eine endgültige Vereinbarung zur Umsetzung eines gemeinsamen Minenplans unterzeichnet. Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit bei den Kupferminen Los Bronces und Andina in Chile. Anglo American schloss die Vereinbarung über seine Tochtergesellschaft Anglo American Sur, an der der Konzern zu 50,1 Prozent beteiligt ist.
Der gemeinsame Minenplan ist auf einen Zeitraum von 21 Jahren ausgelegt. In dieser Zeit sollen zusätzliche 2,7 Millionen Tonnen Kupfer erschlossen werden. Das entspricht einer durchschnittlichen Mehrproduktion von 120.000 Tonnen kostengünstigem Kupfer pro Jahr.
Gleiche Aufteilung bei minimalem Investitionsaufwand
Die zusätzliche Produktion soll zu gleichen Teilen zwischen Anglo American und Codelco aufgeteilt werden. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass dies bei minimalem Investitionsaufwand erreicht werden soll. Beide Unternehmen erwarten durch diesen Schritt die Schaffung eines gemeinsamen Mehrwerts von mindestens 5 Milliarden US-Dollar.
Für deutsche Anleger ist die Vereinbarung aus mehreren Gründen relevant. Kupfer gilt als Schlüsselrohstoff der Energiewende und wird für Elektrofahrzeuge, erneuerbare Energien und Stromnetze in großen Mengen benötigt. Chile ist weltweit der größte Kupferproduzent und spielt damit eine zentrale Rolle in der globalen Rohstoffversorgung.
Strategische Bedeutung für Anglo American
Anglo American ist ein global diversifizierter Bergbaukonzern mit Aktivitäten in Kupfer, Platin, Diamanten und weiteren Rohstoffen. Die Partnerschaft mit Codelco, dem weltgrößten Kupferproduzenten und einem chilenischen Staatsunternehmen, stärkt die Position beider Konzerne in einem der bedeutendsten Kupferreviere der Welt.
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Zur AktienanalyseDie Minen Los Bronces und Andina liegen in der chilenischen Andenregion nahe der Hauptstadt Santiago. Durch die Bündelung der Ressourcen und die koordinierte Planung des Abbaus können beide Partner Synergien heben, die im Alleingang nicht realisierbar wären. Der gemeinsame Minenplan ist damit ein Beispiel für die zunehmende Kooperation zwischen privaten Bergbaukonzernen und staatlichen Unternehmen in ressourcenreichen Ländern.
Die Vereinbarung unterstreicht zudem den langfristigen Charakter von Bergbauprojekten. Ein Planungshorizont von 21 Jahren erfordert erhebliche strategische Weitsicht und gegenseitiges Vertrauen zwischen den Partnern. Für Investoren signalisiert die Einigung Planungssicherheit und das Potenzial stabiler Kupferlieferungen über mehr als zwei Jahrzehnte.


