Anglo American: Kein Exklusivdeal beim Verkauf von De Beers
CEO Duncan Wanblad dementiert exklusive Verhandlungen mit einem Konsortium über den Verkauf der Diamantensparte De Beers.

Anglo-American-CEO Duncan Wanblad hat am Donnerstag klargestellt, dass der Bergbaukonzern beim geplanten Verkauf seiner Diamantensparte De Beers mit „keinem Konsortium exklusiv" verhandle. Die Aussage folgt auf Medienberichte, wonach Anglo American ein Konsortium unter der Führung des ehemaligen De-Beers-CEO Gareth Penny für die Übernahme bevorzugen würde. Wanblad widersprach diesen Spekulationen damit ausdrücklich.
Zusätzlich berichtete der Finanznachrichtendienst Bloomberg am Mittwoch, dass Anglo American De Beers Berichten zufolge für lediglich eine Milliarde US-Dollar verkaufen wolle. Dies wäre angesichts der historischen Bedeutung von De Beers als einem der weltweit bekanntesten Diamantenproduzenten ein vergleichsweise niedriger Verkaufspreis und unterstreicht die schwierige Lage, in der sich das Unternehmen derzeit befindet.
Schwacher Diamantenmarkt setzt De Beers unter Druck
De Beers kämpft seit mehreren Jahren mit einer rückläufigen Nachfrage und sinkenden Preisen im Diamantensegment. Der globale Diamantenmarkt steht unter erheblichem Druck, unter anderem durch die zunehmende Verbreitung von im Labor gezüchteten Diamanten, die natürliche Steine preislich stark konkurrenzieren. Diese strukturellen Veränderungen haben die Rentabilität des traditionsreichen Unternehmens erheblich belastet.
Anfang dieses Monats gab De Beers bekannt, dass die Produktion in der Venetia-Mine in Südafrika für zwei Jahre eingestellt wird. Die Maßnahme ist Teil von Bemühungen, das Geschäft zu straffen und die Kosten zu senken. Die Venetia-Mine gilt als eine der bedeutendsten Diamantenminen Südafrikas und ihre vorübergehende Schließung verdeutlicht das Ausmaß der Herausforderungen, mit denen De Beers konfrontiert ist.
Strategischer Rückzug von Anglo American
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Zur AktienanalyseAnglo American hatte den geplanten Verkauf von De Beers im Rahmen einer umfassenderen Konzernstrategie angekündigt, um sich auf Kernbereiche zu konzentrieren. Der diversifizierte Bergbaukonzern mit Sitz in London gehört zu den größten Rohstoffunternehmen der Welt und ist unter anderem in den Bereichen Kupfer, Eisenerz und Platinmetalle tätig. De Beers, an dem Anglo American die Mehrheit hält, war lange Zeit ein zentraler Bestandteil des Konzernportfolios.
Für potenzielle Käufer und Investoren bleibt die Situation weiterhin unübersichtlich. Wanblads Aussage, dass keine exklusiven Gespräche stattfinden, lässt darauf schließen, dass der Verkaufsprozess noch offen ist und mehrere Interessenten im Rennen sein könnten. Wie der Prozess letztlich ausgeht, bleibt abzuwarten – fest steht jedoch, dass Anglo American den Verkauf von De Beers aktiv vorantreibt.


