Amycretin zeigt deutliche Wirkung
Neue Studiendaten stärken Hoffnung auf nächsten Novo-Nordisk-Blockbuster

Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk hat mit seinem neuen Abnehmmittel Amycretin einen weiteren Fortschritt in der klinischen Entwicklung erzielt. In einer Phase-2-Studie verloren Patienten mit Typ-2-Diabetes innerhalb eines Zeitraums von 36 Wochen bis zu 14,5 Prozent ihres Körpergewichts. Diese Ergebnisse wurden nach Angaben des Unternehmens an einem Dienstag bekannt gegeben und stellen einen weiteren Hinweis auf die Wirksamkeit des Präparats dar, das als möglicher Nachfolger bereits etablierter Wirkstoffe gilt.
Getestet wurden sowohl eine einmal wöchentlich zu verabreichende Injektionslösung als auch eine orale Variante. Beide Formen wurden in einer kontrollierten Studie mit Placebo verglichen, an der 448 Personen mit Typ-2-Diabetes teilnahmen. Der Forschungschef von Novo Nordisk, Martin Holst Lange, erklärte, die vorliegenden Daten bestätigten das Potenzial von Amycretin, innerhalb seiner Wirkstoffklasse eine führende Rolle einzunehmen. Nach Darstellung des Unternehmens sind damit weitere Voraussetzungen geschaffen, um den nächsten Schritt in der klinischen Entwicklung einzuleiten.
Novo Nordisk plant, die entscheidenden Studien der Phase 3 im kommenden Jahr zu beginnen. Diese sollen die Wirksamkeit und Sicherheit des Medikaments umfassend bewerten und bilden die letzte Stufe vor einer möglichen Zulassung. Die jüngsten Studienergebnisse wurden von Investoren positiv aufgenommen, denn die Aktien des Konzerns legten nach der Veröffentlichung um 3,3 Prozent zu.
Bei Amycretin handelt es sich um ein Präparat der nächsten Generation, das gleichzeitig auf zwei Hormone abzielt: das Darmhormon GLP-1 und das Bauchspeicheldrüsenhormon Amylin. Dadurch unterscheidet es sich von etablierten Wirkstoffen wie Semaglutid, das die Grundlage für die bekannten Marken Wegovy und Ozempic bildet. Semaglutid zählt zu den bedeutendsten Umsatzträgern des Unternehmens, dessen Patente planmäßig um das Jahr 2031 auslaufen. Amycretin wird deshalb auch als potenzieller Nachfolgekandidat betrachtet, der an die bisherigen Erfolge anknüpfen könnte.
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Zur AktienanalyseFrühere Daten hatten das Potenzial des Präparats bereits angedeutet. Bereits im Januar wurden Ergebnisse veröffentlicht, denen zufolge wöchentliche Injektionen des Wirkstoffs bei übergewichtigen Patienten innerhalb von 36 Wochen einen Gewichtsverlust von 22 Prozent bewirkten. Eine Tablettenform führte in einer früheren Erprobung im Vorjahr innerhalb von zwölf Wochen zu einer Gewichtsabnahme von bis zu 13,1 Prozent. Die neuen Ergebnisse bei Typ-2-Diabetes untermauern diese Entwicklung und stärken die Perspektive für die nächste Studienphase.

