AMS-Osram plant Milliarden-Rettung
Schuldenabbau und Fokus auf LED - Die Zukunft des Licht- und Chipkonzerns in Gefahr

Der angeschlagene Chip- und Lichtspezialist, AMS-Osram, hat eine ehrgeizige finanzielle Rettungsaktion angekündigt. Um seine hohen Schulden abzubauen und die Visionen des neuen CEO Aldo Kamper zu finanzieren, plant das Unternehmen, sich insgesamt 2,25 Milliarden Euro zu beschaffen. Diese Mittel sollen hauptsächlich durch eine Kapitalerhöhung, die Ausgabe von Anleihen und den Verkauf vermögensbasierter Finanzinstrumente aufgebracht werden.
Die Schuldenbelastung von AMS-Osram beläuft sich derzeit auf mehr als zwei Milliarden Euro, hauptsächlich aufgrund der Übernahme des deutschen Traditionsunternehmens Osram durch das österreichische AMS. Ein Großteil dieser Schulden läuft 2025 fällig, was das Unternehmen unter Druck setzt.
Der CEO Aldo Kamper hat ehrgeizige Pläne für die Zukunft von AMS-Osram, darunter eine Fokussierung auf LED-Chips und intelligente Sensorik. Um diese Pläne umzusetzen, ist eine bessere Bilanzstruktur von entscheidender Bedeutung. Die geplanten Maßnahmen sollen die Eigenkapitalquote von 18 auf etwa 30 Prozent erhöhen.
AMS-Osram plant auch, Randbereiche mit einem Umsatzvolumen von 300 bis 400 Millionen Euro abzustoßen. Dies entspricht etwa zehn Prozent der Gesamterlöse des Unternehmens. Die Verhandlungen über den Verkauf dieser Geschäftsbereiche sind bereits im Gange.
Die bevorstehende Kapitalerhöhung könnte jedoch den Aktienkurs von AMS-Osram beeinflussen, da sie zu einer Verwässerung der Anteile führen wird. In den letzten zweieinhalb Jahren ist der Aktienkurs des Unternehmens erheblich gesunken.
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Zur AktienanalyseTrotz der finanziellen Herausforderungen glaubt AMS-Osram an sein solides Geschäftsmodell und seine Positionierung in aufstrebenden Märkten wie LED-Chips. Das Unternehmen hat kürzlich Fördermittel in Höhe von 300 Millionen Euro für die Entwicklung neuer Chiptechnologien erhalten und sich verpflichtet, 400 Hightech-Arbeitsplätze zu schaffen.
Die außerordentliche Hauptversammlung am 20. Oktober wird zeigen, ob die Aktionäre den Rettungsplan unterstützen und ob AMS-Osram die notwendigen finanziellen Mittel beschaffen kann, um seine ehrgeizigen Zukunftspläne umzusetzen.


