Ametek senkt Gewinnprognose 2026 wegen Zollunsicherheit – Aktie fällt
US-Industriekonzern erwartet Gewinn unter Analystenerwartungen, Zollpolitik belastet Nachfrage nach Präzisionswerkzeugen

Der US-amerikanische Hersteller von Präzisionsinstrumenten Ametek hat seine Gewinnprognose für 2026 unter die Erwartungen der Analysten gesetzt. Das Unternehmen begründet dies mit der anhaltenden Unsicherheit über die Zollpolitik der Trump-Administration. Die Aktie verlor im vorbörslichen Handel rund 4 Prozent.
Das in Berwyn, Pennsylvania, ansässige Unternehmen rechnet für 2026 mit einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 7,87 und 8,07 US-Dollar. Der Mittelwert von 7,97 Dollar liegt damit deutlich unter der durchschnittlichen Analystenschätzung von 8,01 Dollar. Beim Umsatz erwartet Ametek ein Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr.
Die zurückhaltende Prognose spiegelt die aktuelle Marktunsicherheit wider. Viele Industrieunternehmen sehen sich gezwungen, Preiserhöhungen durchzusetzen, um ihre Margen angesichts steigender Zollkosten zu schützen. Dies führt jedoch zu einer schwächeren Nachfrage bei den Endkunden, was die Geschäftsentwicklung belastet.
Expansion durch Übernahmen
Trotz der gedämpften Aussichten setzt Ametek seine Wachstumsstrategie durch Akquisitionen fort. Parallel zur Veröffentlichung der Quartalszahlen gab das Unternehmen die Übernahme von LKC Technologies bekannt, um das Geschäft mit ophthalmologischen Produkten auszubauen. Bereits im Mai 2025 hatte Ametek FARO Technologies für rund 920 Millionen Dollar übernommen, um das Präzisionstechnologie-Portfolio in der Sparte elektronische Instrumente zu stärken.
Starkes Quartalsergebnis
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Zur AktienanalyseDie Zahlen für das vierte Quartal 2025 fielen hingegen besser aus als erwartet. Der bereinigte Gewinn je Aktie stieg auf 2,01 Dollar, verglichen mit 1,87 Dollar im Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt nur 1,94 Dollar erwartet. Der Umsatz kletterte von 1,76 Milliarden auf 2,0 Milliarden Dollar.
Die Diskrepanz zwischen den starken Quartalszahlen und der vorsichtigen Prognose verdeutlicht die Herausforderungen, vor denen Industrieunternehmen in einem von Handelskonflikten geprägten Umfeld stehen. Investoren beobachten nun genau, wie sich die Zollpolitik weiterentwickelt und welche Auswirkungen dies auf die Nachfrage nach Präzisionsinstrumenten haben wird.


