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Amerikaner kaufen verstärkt Luxusimmobilien in Spanien

US-Bürger verdreifachten ihre Immobilientransaktionen in Spanien innerhalb von sechs Jahren und zahlen dabei Spitzenpreise.

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Amerikaner kaufen verstärkt Luxusimmobilien in Spanien

Auf dem spanischen Immobilienmarkt vollzieht sich ein bemerkenswerter Wandel: Käufer aus den Vereinigten Staaten drängen zunehmend in ein Segment, das lange von Briten und Nordeuropäern dominiert wurde. Laut Daten des spanischen Generalrats der Notare machten ausländische Käufer im Jahr 2025 rund 19% aller spanischen Immobilienkäufe aus – Amerikaner stellten dabei 2% der Gesamtzahl.

Besonders auffällig ist die Dynamik im Vergleich zu anderen Käufergruppen. Während Briten mit rund 8% zwar weiterhin die größte ausländische Käufergruppe bleiben, gingen ihre Käufe in den vergangenen sechs Jahren um 16% zurück. US-Käufer hingegen verdreifachten ihre Transaktionen im gleichen Zeitraum – ein deutliches Signal für den wachsenden Einfluss amerikanischer Investoren auf dem spanischen Markt.

Premiumpreise weit über dem Durchschnitt

Amerikanische Käufer stechen vor allem im Luxussegment hervor. Sie zahlten durchschnittlich 3.501 Euro pro Quadratmeter – das sind 29% mehr als der Durchschnitt aller ausländischen Käufer und fast das Doppelte dessen, was spanische Einwohner ausgeben. Zusammen mit Schweden und Deutschen gehören Amerikaner damit zu den drei Gruppen ausländischer Käufer, die die höchsten Preise auf dem spanischen Markt bezahlen.

An der Costa del Sol in Südspanien wurden US-Käufer laut dem Immobilienentwickler GILMAR im vergangenen Jahr sogar zur führenden ausländischen Kundengruppe – und überholten damit erstmals die Briten. Paloma Perez, CEO des Luxusimmobilienunternehmens Dils Lucas Fox, bestätigte, dass Amerikaner hinter den Briten zur zweitgrößten Gruppe ausländischer Kunden ihres Unternehmens aufgestiegen sind und dabei die Deutschen überholten. US-Käufer erwerben bei ihrem Unternehmen hauptsächlich Immobilien zu Preisen von über 3 Millionen Euro.

Politische Motive und Lebensqualität als Treiber

Der Anstieg der US-Käufe erfolgt in einem politisch angespannten Umfeld. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchez hat sich zu einem der lautstärksten westlichen Kritiker der Außenpolitik der Trump-Regierung entwickelt, und Washington hat mit Handelszöllen gegen Spanien gedroht. Dennoch – oder möglicherweise gerade deshalb – suchen viele Amerikaner aktiv nach einem „Plan B" außerhalb der USA.

Immobilienexperten verweisen auf anekdotische Belege dafür, dass Käufer infolge der Politik Trumps, einschließlich seines harten Vorgehens gegen Einwanderung, einen dauerhaften Ausweg suchen. Besonders spanischsprachige US-Bürger lateinamerikanischer Herkunft zeigen großes Interesse an Spanien. „Viele Amerikaner haben sich vor kurzem aus politischen Gründen für einen Umzug in Städte wie Madrid oder Valencia entschieden, und weil sie diese als sicherere Orte ansehen, an denen sie ihre Kinder zu Fuß zur Schule bringen können", erklärte Fernando Rodriguez de Acuna, Generaldirektor des Madrider Immobilienanalyseunternehmens Acuna.

Ein starker US-Dollar war ein weiterer Faktor, der die Kaufaktivität der Amerikaner begünstigte. Analysten gehen jedoch davon aus, dass die zugrunde liegende Nachfrage stark genug ist, um den Aufwärtstrend beizubehalten – selbst wenn der Dollar gegenüber dem Euro an Wert verlieren sollte. „US-Kunden kommen wegen der Lebensqualität, des sicheren Umfelds und der Möglichkeit, ihre Investitionen außerhalb der Vereinigten Staaten zu diversifizieren – insbesondere diejenigen, die mit dem aktuellen innenpolitischen Klima nicht einverstanden sind", sagte Rebeca Caballero, Leiterin der internationalen Abteilung von GILMAR in Madrid.

„Das Wachstum des US-Marktes ist aufgrund seiner Größe besonders bedeutend", betonte Acuna. Für deutsche Privatanleger, die den spanischen Immobilienmarkt beobachten, verdeutlicht dieser Trend, dass internationale Nachfrage – getrieben durch politische wie wirtschaftliche Faktoren – die Preisdynamik im Premiumsegment weiter befeuern dürfte.

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