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American Airlines plant Venezuela-Flüge nach sechsjähriger Pause wieder aufzunehmen

US-Verkehrsminister hebt Flugverbot auf – Wiederaufnahme nach Sicherheitsprüfungen in einigen Monaten möglich

American Airlines plant Venezuela-Flüge nach sechsjähriger Pause wieder aufzunehmen

American Airlines will erstmals seit mehr als sechs Jahren wieder Flüge nach Venezuela anbieten. Die größte US-Fluggesellschaft kündigte am Donnerstag an, die Verbindungen vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen und nach umfassenden Sicherheitsbewertungen wieder aufzunehmen. Die Entscheidung folgt auf die Aufhebung des seit 2019 geltenden Flugverbots durch US-Verkehrsminister Sean Duffy.

Die Anweisung zur Aufhebung kam direkt von Präsident Donald Trump, der zuvor ein Gespräch mit der amtierenden venezolanischen Präsidentin Delcy Rodríguez geführt hatte. "Amerikanische Bürger werden sehr bald in der Lage sein, nach Venezuela zu reisen, und sie werden dort sicher sein", erklärte Trump. Verkehrsminister Duffy begründete die Entscheidung damit, dass "die fortgesetzte Aussetzung des Flugverkehrs nicht länger im öffentlichen Interesse erforderlich" sei.

American Airlines hatte ihre Venezuela-Verbindungen 2019 eingestellt, nachdem die US-Regierung Flüge in das südamerikanische Land untersagt hatte. Vor der Einstellung war die Fluggesellschaft, die seit 1987 in Venezuela operierte, der größte US-Carrier des Landes. Die geplanten täglichen Flüge sollen Geschäfts-, Urlaubs- und humanitäre Reisen in die Region ermöglichen.

Umfangreiche Sicherheitsprüfungen erforderlich

Bis zur tatsächlichen Wiederaufnahme der Flüge werden voraussichtlich noch Wochen oder Monate vergehen. Die Federal Aviation Administration (FAA) muss zunächst umfassende Sicherheitsbewertungen durchführen. Auch die Transportation Security Administration (TSA) wird wahrscheinlich eine Sicherheitsüberprüfung vornehmen. "Wir freuen uns darauf, die Rückkehr des regulären Reiseverkehrs zwischen den USA und Venezuela zu erleichtern", teilte die FAA mit.

Die Aufhebung des Flugverbots betrifft zunächst nur die verkehrsrechtliche Ebene. Andere regulatorische Beschränkungen der Ministerien für Äußeres, Finanzen, Handel und Innere Sicherheit bleiben davon unberührt. Auch der Status Venezuelas im International Aviation Safety Assessment Program der FAA wird nicht durch die Anordnung beeinflusst. Das Außenministerium hatte Venezuela im Dezember auf seine "Do Not Travel"-Liste gesetzt, die höchste Reisewarnstufe für US-Bürger.

Wettbewerber zurückhaltend

Während American Airlines konkrete Pläne ankündigte, zeigten sich andere US-Carrier zurückhaltend. United Airlines lehnte eine Stellungnahme zu möglichen Flugplänen ab. Delta Air Lines reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. Die Zurückhaltung könnte mit den weiterhin bestehenden Sicherheitsbedenken zusammenhängen.

Erst am 16. Januar hatte die FAA Fluggesellschaften zur Vorsicht bei Flügen über Mexiko, Mittelamerika und Teile Südamerikas gewarnt. Als Grund nannte die Behörde Risiken durch potenzielle militärische Aktivitäten und GPS-Störungen. Diese Warnhinweise für Mexiko, zentralamerikanische Länder, Ecuador, Kolumbien und Teile des östlichen Pazifiks wurden am Donnerstag aufgehoben.

Im vergangenen Monat musste ein JetBlue-Passagierflugzeug auf dem Weg nach New York ein Ausweichmanöver durchführen, um eine Kollision mit einem Tankflugzeug der US Air Force in der Nähe von Venezuela zu vermeiden. Der Transponder des Militärflugzeugs war nicht aktiviert gewesen. Der Vorfall unterstreicht die Komplexität der Sicherheitslage in der Region.

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