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AMD und ARM: UBS sieht 29% Aufwärtspotenzial dank KI-CPU-Boom

Die Schweizer Investmentbank hebt ihre Kursziele für beide Chiphersteller deutlich an und begründet dies mit explodierender CPU-Nachfrage durch Agentic AI.

AMD und ARM: UBS sieht 29% Aufwärtspotenzial dank KI-CPU-Boom

Die UBS hat ihre Kursziele für Advanced Micro Devices (AMD) und Arm Holdings (ARM) deutlich angehoben und beide Aktien mit „Buy" eingestuft. Hintergrund ist die rasant steigende Nachfrage nach Zentraleinheiten (CPUs) im Bereich der künstlichen Intelligenz. Analyst Timothy Arcuri sieht beide Unternehmen als Hauptprofiteure eines strukturellen Wandels in der KI-Infrastruktur.

Das 12-Monats-Kursziel für AMD hob die UBS von 470 auf 670 US-Dollar an – ein Aufwärtspotenzial von 29 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Dienstag. Für ARM erhöhte die Bank ihr Ziel von 260 auf 455 US-Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von 28 Prozent entspricht. Beide Anhebungen fallen damit außergewöhnlich deutlich aus.

„Wir heben unsere Schätzungen für AMD und ARM an, da sie die Hauptprofiteure von Standalone-CPU- und Head-Node-Implementierungen sind", schrieb Arcuri am Mittwoch in einer Mitteilung an Kunden. „Wir beobachten eine zunehmende Dynamik bei Standalone-CPU-Racks, während sich der architektonische Split vollzieht."

Agentic AI als Treiber der CPU-Nachfrage

Der entscheidende Wachstumstreiber ist das Aufkommen sogenannter „Agentic AI" – also KI-Systemen, die für autonomes Handeln konzipiert sind. Diese neuen Anwendungen erfordern nicht nur Grafikprozessoren (GPUs), sondern zunehmend auch spezialisierte CPUs. Dieser Trend hat AMD und ARM in den vergangenen Monaten zu beeindruckendem Kurswachstum verholfen.

Die Zahlen sprechen für sich: Die AMD-Aktie legte in den vergangenen drei Monaten um 153 Prozent zu. ARM übertraf diesen Wert sogar noch und verzeichnete im gleichen Zeitraum ein Plus von 171 Prozent. Damit gehören beide Titel zu den stärksten Performern im globalen Chipsektor.

Für AMD sieht Arcuri besondere Stärken in der Architektur des Unternehmens. AMD profitiere „angesichts seiner Vorteile bei der Kernanzahl, dem Multithreading und dem historisch starken Software-Ökosystem der x86-Prozessoren für traditionelle Software-Workloads, die nun zunehmend Teil der Agentic-AI-Workloads werden". AMD entwickelt und fertigt CPUs und ist damit entlang der gesamten Wertschöpfungskette positioniert.

ARM als aufstrebender Akteur im KI-Chipmarkt

ARM, das erst im September 2023 an die Börse ging, profitiert laut UBS von einer anderen Kernkompetenz. „Die Kernkompetenz von ARM liegt in der Latenz und Effizienz – was gut mit den Anforderungen von Hyperscalern übereinstimmt", schrieb Arcuri. Das in Cambridge, England, ansässige Unternehmen lizenziert seine Chip-Architekturen an andere Hersteller und hat sich damit eine einzigartige Marktstellung erarbeitet.

Der Optimismus der UBS deckt sich mit dem breiten Konsens an der Wall Street. Von 53 Analysten, die AMD beobachten, vergeben 45 ein „Buy"- oder „Strong Buy"-Rating, wie Daten des Finanzdienstleisters LSEG zeigen. ARM erhielt von 25 Analysten „Buy"- oder „Strong Buy"-Bewertungen – das entspricht mehr als der Hälfte der 40 Wall-Street-Experten, die die Aktie covern.

Für deutsche Privatanleger sind AMD und ARM an den US-Börsen Nasdaq handelbar und auch über die meisten deutschen Broker und Neobroker zugänglich. Die starken Kursgewinne der vergangenen Monate verdeutlichen, wie dynamisch der KI-Chipmarkt derzeit wächst – und wie stark der Markt auf den Wandel hin zu CPU-gestützten KI-Architekturen reagiert.

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