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AMD-Aktie springt 7,5 Prozent nach Goldman-Sachs-Kurszielanhebung

Goldman Sachs hebt das Kursziel für AMD drastisch auf 640 Dollar an und löst damit eine starke Kursrally aus.

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AMD-Aktie springt 7,5 Prozent nach Goldman-Sachs-Kurszielanhebung

Die Aktie von Advanced Micro Devices (AMD) legte im morgendlichen Handel um 7,5 Prozent zu und kletterte auf 556,64 Dollar. Auslöser war eine aggressive Kurszielanhebung durch Goldman Sachs, die das Papier des Chipherstellers von zuvor 450 Dollar auf 640 Dollar nach oben schraubte. Die Kaufempfehlung („Buy") behielt die US-Investmentbank dabei bei.

Die Heraufstufung gilt als eine der aggressivsten Aufwärtskorrekturen einer großen Wall-Street-Bank im aktuellen Zyklus. Zuletzt war AMD von seinem 52-Wochen-Hoch bei 584,73 Dollar auf einen Schlusskurs von 517,82 Dollar zurückgefallen. Goldman Sachs interpretierte diesen Rücksetzer offenbar als Kaufgelegenheit und nicht als Beginn einer Trendwende.

Zusätzlichen Rückenwind erhielt die AMD-Aktie von der Citigroup, die das Unternehmen auf ihre „Upside Catalyst Watch List" setzte. Als Begründung nannte die Bank die anhaltend starke Nachfrage nach KI-Chips – einem Segment, in dem AMD zunehmend als ernstzunehmende Alternative zu Marktführer Nvidia wahrgenommen wird.

Reale KI-Kunden als Vertrauensbeweis

Besonders bemerkenswert ist eine Meldung aus Japan: Das Startup für autonomes Fahren, Turing, gab bekannt, dass AMD Ventures der Investorengruppe beigetreten ist. Darüber hinaus hat Turing rund 10 Prozent seiner KI-Trainings-Workloads, die zuvor vollständig auf Nvidia-Hardware liefen, auf AMD-Beschleuniger migriert. Das Unternehmen schloss zuletzt eine Finanzierungsrunde über 79 Millionen Dollar bei einer Bewertung von 600 Millionen Dollar ab.

Dieser Deal unterstreicht, dass AMD nicht nur auf dem Papier wächst, sondern reale Unternehmenskunden im Bereich KI-Computing gewinnt. Für Investoren ist das ein wichtiges Signal: Die Diversifizierung weg von Nvidia hin zu AMD-Hardware findet tatsächlich statt – wenn auch noch in kleinen Schritten.

Weiteren Auftrieb erhielt AMD durch Berichte über Verzögerungen beim Konkurrenten Nvidia. Demnach soll sich das Kyber NVL144-Racksystem von Nvidia aufgrund komplexer Fertigungsherausforderungen bis ins Jahr 2028 verzögern. Diese Entwicklung könnte das kurzfristige Zeitfenster für AMD bei Hyperscaler-Kunden vergrößern, die KI-Infrastrukturen auf Rack-Ebene evaluieren.

Makroökonomischer Rückenwind durch schwachen Jobsbericht

Auch das gesamtwirtschaftliche Umfeld spielte AMD in die Hände. Ein deutlich schwächer als erwartet ausgefallener US-Arbeitsmarktbericht für Juni – mit lediglich 57.000 neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft gegenüber Erwartungen von rund dem Doppelten – verringerte die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve. Das milderte den Druck durch den Diskontierungssatz, der zuvor auf Wachstumsaktien mit hohen Bewertungsmultiplikatoren wie AMD gelastet hatte.

Der breitere Markt zeigte sich ebenfalls freundlich: Der technologielastige Nasdaq legte um rund 1,0 Prozent zu, der S&P 500 notierte rund 0,5 Prozent im Plus. Für AMD-Anleger ergab sich damit ein perfektes Zusammenspiel aus unternehmensspezifischen und makroökonomischen Katalysatoren.

Zusammengefasst trieben vier wesentliche Faktoren die AMD-Aktie an diesem Handelstag nach oben:

  • Die wegweisende Kurszielanhebung durch Goldman Sachs auf 640 Dollar
  • Neue Nachrichten über die GPU-Adoption in Unternehmen durch den Turing-Deal
  • Eine wettbewerbsbedingte Verzögerung beim Nvidia-Racksystem Kyber NVL144
  • Makroökonomischer Rückenwind durch nachlassende Zinserhöhungserwartungen

Für deutsche Privatanleger bleibt AMD damit eine der spannendsten Aktien im KI-Halbleitersektor – mit wachsender Marktdurchdringung und starker Analystenunterstützung.

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