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Amazon streicht 30.000 Stellen: Zweite Entlassungswelle steht bevor

Amazon bereitet die nächste große Entlassungsrunde vor. Bereits nächste Woche sollen weitere 14.000 Mitarbeiter im Konzernbereich ihre Jobs verlieren – Teil eines umfassenden Stellenabbaus von insgesamt 30.000 Positionen.

Amazon streicht 30.000 Stellen: Zweite Entlassungswelle steht bevor

Amazon.com Inc (NASDAQ:AMZN) steht vor der zweiten großen Entlassungswelle innerhalb weniger Monate. Laut Reuters-Informationen sollen bereits ab Dienstag nächster Woche rund 14.000 weitere Stellen im Unternehmensbereich gestrichen werden. Dies entspricht dem Umfang der bereits im Oktober 2024 durchgeführten Kündigungen.

Die geplanten Kürzungen sind Teil einer umfassenden Restrukturierung, mit der Amazon seine globale Belegschaft um insgesamt 30.000 Mitarbeiter reduzieren will. Dies würde knapp 10 Prozent der Beschäftigten im Konzernbereich betreffen, bei einer Gesamtbelegschaft von 1,58 Millionen Mitarbeitern allerdings nur einen Bruchteil ausmachen.

Größter Stellenabbau in der Firmengeschichte

Mit insgesamt 30.000 gestrichenen Positionen handelt es sich um den größten Personalabbau in der 30-jährigen Geschichte des E-Commerce-Riesen. Damit übertrifft Amazon sogar die 27.000 Entlassungen aus dem Jahr 2022. Der Großteil der Belegschaft arbeitet weiterhin in den Logistikzentren und Lagerhäusern des Konzerns und ist von den aktuellen Kürzungen nicht betroffen.

Betroffen von der zweiten Entlassungswelle sollen laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen Mitarbeiter aus verschiedenen Geschäftsbereichen sein, darunter Amazon Web Services (AWS), der Einzelhandel, Prime Video sowie die Personalabteilung. Die Pläne könnten sich allerdings noch ändern, betonten die Quellen gegenüber Reuters.

CEO Jassy: Keine finanziellen Gründe

Interessanterweise wies CEO Andy Jassy finanzielle Motive für die Umstrukturierung zurück. In einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen des dritten Quartals stellte er klar, dass die Maßnahmen "nicht wirklich finanziell motiviert und nicht einmal wirklich KI-getrieben" seien. Stattdessen nannte er organisatorische Ineffizienzen und den Wunsch, zu den schlankeren Strukturen der Anfangsjahre zurückzukehren, als Hauptgründe.

"Man hat am Ende viel mehr Leute als zuvor und viel mehr Hierarchieebenen", erklärte Jassy den Analysten. Diese Aussage steht im Kontrast zu einem internen Schreiben vom Oktober, das die Kürzungen noch mit der transformativen Kraft künstlicher Intelligenz begründet hatte.

Branchenweiter Trend zur Verschlankung

Amazons Strategie spiegelt einen breiteren Trend in der Technologiebranche wider. Viele Konzerne setzen auf Technologie und Umstrukturierung, um Bürokratie abzubauen und die Abhängigkeit von menschlicher Arbeitskraft zu reduzieren. Nach Jahren rasanter Expansion während der Corona-Pandemie korrigieren nun zahlreiche Tech-Unternehmen ihre Personalstärke.

Die Amazon-Aktie reagierte auf die Nachricht gelassen und legte im nachbörslichen Handel um 0,2 Prozent zu. Anleger scheinen die Restrukturierung als positives Signal für künftige Effizienzgewinne zu werten.

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