Amazon erhält FCC-Genehmigung für 4.500 weitere Satelliten im Weltraum
US-Regulierungsbehörde erteilt Freigabe für massive Erweiterung der Kuiper-Konstellation auf insgesamt 7.700 Satelliten.

Die US-Telekommunikationsbehörde FCC hat Amazon die Genehmigung für den Start von 4.500 zusätzlichen Satelliten erteilt. Damit intensiviert der E-Commerce-Riese seinen Wettlauf mit SpaceX im lukrativen Markt für Satelliteninternet. Die Gesamtkonstellation des Projekts namens Kuiper wächst dadurch auf rund 7.700 Satelliten in der niedrigen Erdumlaufbahn an.
Seit April 2025 hat Amazon bereits über 150 Satelliten ins All befördert und plant, noch in diesem Jahr mit der kommerziellen Bereitstellung von Satelliteninternet zu beginnen. Das ambitionierte Projekt wurde erstmals 2019 angekündigt und verschlang bislang Investitionen in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar.
Die neu genehmigten Satelliten der zweiten Generation werden in Höhen von bis zu 640 Kilometern operieren. Sie sollen zusätzliche Frequenzbänder unterstützen und die geografische Reichweite des Kuiper-Dienstes deutlich erweitern. Damit positioniert sich Amazon als ernstzunehmender Konkurrent zu Elon Musks Starlink, das bereits über 9.000 Satelliten im Orbit und rund 9 Millionen Kunden verfügt.
Straffe Zeitpläne und regulatorische Hürden
Die FCC knüpft die Genehmigung an strikte Fristen: Bis Februar 2032 muss Amazon 50 Prozent der genehmigten Satelliten stationiert haben, die restliche Hälfte bis Februar 2035. Parallel läuft eine separate Frist, wonach 1.600 Satelliten der ersten Generation bis Juli 2026 im Orbit sein müssen.
Allerdings droht Amazon diese erste Frist zu verpassen. Das Unternehmen bat die FCC um eine Verlängerung bis Juli 2028 oder eine komplette Streichung des Termins. Als Grund nennt Amazon einen Mangel an verfügbaren Trägerraketen – die Satellitenproduktion laufe schneller als die Startkapazitäten es zulassen.
Massive Investitionen geplant
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Zur AktienanalyseAmazon-Finanzvorstand Brian Olsavsky kündigte an, 2025 weitere 1 Milliarde US-Dollar in die Kuiper-Konstellation zu investieren. Für 2026 sind über 20 Raketenstarts geplant, für 2027 sogar mehr als 30. Die nächste Mission steht bereits für Donnerstag an, wenn eine Arianespace-Rakete 32 weitere Satelliten transportieren wird.
Insgesamt hat Amazon 17 weitere Missionen beim französischen Raumfahrtunternehmen Arianespace gebucht. Zusätzlich arbeitet das Unternehmen mit verschiedenen anderen Startanbietern zusammen, um die ehrgeizigen Ausbaupläne zu realisieren und im Wettbewerb um den globalen Satelliteninternet-Markt nicht ins Hintertreffen zu geraten.


