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Aluminiumpreise: Prämien bleiben trotz möglicher Zollsenkung hoch

Alcoa-CEO William Oplinger warnt, dass die hohen Aufschläge für US-Aluminiumkäufer auch bei einer Einigung mit Kanada kaum sinken werden. Die aktuellen Prämien von 2.100 Dollar pro Tonne dürften bestehen bleiben.

Aluminiumpreise: Prämien bleiben trotz möglicher Zollsenkung hoch

Die durch US-Zölle in die Höhe getriebenen Prämien auf Aluminium werden nach Einschätzung des Branchenriesen Alcoa auch bei einer möglichen Einigung mit Kanada nicht zurückgehen. Dies erklärte CEO William Oplinger in einer aktuellen Stellungnahme. Selbst wenn der 50-prozentige Zoll auf kanadisches Aluminium reduziert würde, blieben die Aufschläge auf hohem Niveau.

Zölle als Preistreiber

Der Grund für die anhaltend hohen Prämien liegt in der US-Zollpolitik gegenüber anderen Ländern. Kanada ist zwar der größte Lieferant von importiertem Aluminium für die USA, aber bei weitem nicht der einzige. Solange der 50-Prozent-Zoll auf Importe aus anderen Ländern bestehen bleibt, müssen Lieferanten diese Kosten decken und geben sie über die Prämien an die Käufer weiter.

Die Prämie – eine Pauschalgebühr zusätzlich zum eigentlichen Aluminiumpreis – beträgt derzeit etwa 2.100 Dollar pro Tonne. Diese Gebühr deckt Kosten für Zölle, Transport, Lagerhaltung und weitere Ausgaben. Sie wird zusätzlich zum aktuellen Aluminiumpreis von 3.100 Dollar pro Tonne an der London Metal Exchange erhoben.

Alcoa profitiert von hohen Prämien

Für Alcoa selbst sind die hohen Prämien durchaus vorteilhaft. Nach Unternehmensangaben reicht der aktuelle Betrag mehr als aus, um die US-Zölle zu decken, die das Unternehmen für die Verschiffung von Aluminium aus seinen kanadischen Werken an US-Kunden entrichten muss. Dies verschafft dem Konzern zusätzliche Margen.

Auswirkungen auf die US-Industrie

Für US-Aluminiumkäufer bedeutet die Situation eine anhaltende finanzielle Belastung. Die Kombination aus dem Basispreis an der Metallbörse und der hohen Prämie führt zu Gesamtkosten von über 5.200 Dollar pro Tonne. Dies belastet die Wettbewerbsfähigkeit amerikanischer Unternehmen, die auf Aluminium als Rohstoff angewiesen sind.

Die Aussagen von Alcoa dämpfen Hoffnungen auf eine schnelle Entspannung am US-Aluminiummarkt. Selbst politische Fortschritte im Handelsstreit mit Kanada würden demnach nicht automatisch zu niedrigeren Preisen für amerikanische Abnehmer führen, solange die Zollpolitik gegenüber anderen Lieferländern unverändert bleibt.

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