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Aluminium-Futures in China unter Druck: Dollar und Rezessionssorgen belasten

Stärkerer US-Dollar und Rezessionsängste wegen Iran-Konflikt drücken Aluminiumpreise – trotz starker Wochenbilanz von plus drei Prozent.

Aluminium-Futures in China unter Druck: Dollar und Rezessionssorgen belasten

Die Aluminiumpreise an der Shanghai Futures Exchange (SHFE) haben am Freitag nachgegeben. Der meistgehandelte Aluminiumkontrakt schloss mit einem Minus von 0,78 Prozent bei 24.660 Yuan (umgerechnet rund 3.585 US-Dollar) pro Tonne. Ausschlaggebend waren ein erstarkter US-Dollar sowie wachsende Sorgen über eine mögliche wirtschaftliche Rezession im Zuge eines anhaltenden Iran-Krieges.

Trotz des Tagesverlustes blickt der Kontrakt auf eine bemerkenswerte Woche zurück: Auf Sieben-Tages-Sicht verbuchte Aluminium ein Plus von rund drei Prozent – der stärkste Wochengewinn des Metalls seit einem Monat. Zuvor hatten Angebotssorgen den Preis kräftig nach oben getrieben, bevor makroökonomische Belastungsfaktoren die Stimmung wieder eintrübten.

Starker Dollar belastet Rohstoffpreise

Ein fester US-Dollar wirkt sich traditionell negativ auf in Dollar gehandelte Rohstoffe aus. Da Aluminium – wie die meisten Industriemetalle – international in US-Dollar bepreist wird, verteuert ein starker Dollar das Metall für Käufer aus anderen Währungsräumen. Dies dämpft die Nachfrage und übt Druck auf die Preise aus.

Hinzu kommen geopolitische Unsicherheiten: Wachsende Sorgen über einen möglichen langwierigen Konflikt mit dem Iran schüren Rezessionsängste auf den globalen Märkten. Eine wirtschaftliche Abschwächung würde die Nachfrage nach Industriemetallen wie Aluminium empfindlich treffen, da das Leichtmetall in zyklischen Branchen wie der Automobil-, Bau- und Verpackungsindustrie intensiv eingesetzt wird.

Aluminium: Schlüsselmetall der Industrie

Aluminium gilt als eines der wichtigsten Industriemetalle weltweit. Es ist leicht, korrosionsbeständig und gut leitfähig – Eigenschaften, die es in zahlreichen Schlüsselbranchen unverzichtbar machen. China ist sowohl der weltgrößte Produzent als auch der größte Verbraucher von Aluminium. Die Preisbewegungen an der Shanghaier Terminbörse gelten daher als wichtiger globaler Indikator für die Nachfrageentwicklung.

Die Shanghai Futures Exchange (SHFE) ist Asiens bedeutendste Rohstoffbörse und spielt eine zentrale Rolle bei der Preisfindung für Metalle wie Aluminium, Kupfer und Zink. Preisschwankungen dort strahlen regelmäßig auf die Londoner Metal Exchange (LME) und damit auf den globalen Markt aus.

Für Anleger bleibt das Umfeld bei Aluminium damit zweigeteilt: Auf der einen Seite stützen Angebotsengpässe und die strukturell hohe Nachfrage aus der Energiewende – etwa für Solarpanele und Elektrofahrzeuge – den Preis. Auf der anderen Seite belasten makroökonomische Risiken wie Dollastärke, Rezessionsängste und geopolitische Spannungen. Die kommenden Wochen dürften zeigen, welche Kräfte die Oberhand behalten.

Tagesveränderung:

-0,78 %

Schlusskurs:

24.660 Yuan (ca. 3.585 USD) pro Tonne

Wochenperformance:

+3 % (stärkster Wochengewinn seit einem Monat)

Handelsplatz:

Shanghai Futures Exchange (SHFE)

Belastungsfaktoren:

Stärkerer US-Dollar, Rezessionssorgen, Iran-Konflikt

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