Altersvorsorge vor Börsencrash schützen: So gelingt es Rentnern
Kurz vor dem Renteneintritt können Kursverluste besonders schmerzhaft sein – doch es gibt Strategien, die helfen.

Verluste in der Altersvorsorge sind nie angenehm – doch Einbrüche kurz vor dem geplanten Renteneintritt können besondere Besorgnis auslösen. Wer jahrzehntelang gespart und investiert hat, sieht sein Vermögen plötzlich schrumpfen – genau dann, wenn es am wichtigsten wäre. Für viele Anleger stellt sich daher die Frage: Wie lässt sich die Altersvorsorge rechtzeitig absichern?
Während des Großteils des Erwerbslebens dreht sich bei der Altersvorsorge alles um Wachstum. Anleger werden ermutigt, pragmatisch mit Risiken umzugehen, da sie die Zeit haben, kurzfristige Volatilität an den Aktienmärkten auszusitzen. Ein Kursrückgang mit 35 Jahren ist ärgerlich, aber verkraftbar – mit 62 Jahren sieht die Situation ganz anders aus.
Sobald man sich dem Ruhestand nähert, wird die Diskussion über Renten und Risiken zunehmend differenzierter. Die Frage ist nicht mehr nur, wie viel Rendite erzielt werden kann, sondern auch, wie das bereits aufgebaute Kapital erhalten bleibt. Dieser Übergang im Denken ist entscheidend für eine solide Ruhestandsplanung.
Warum Verluste kurz vor der Rente besonders gefährlich sind
Das sogenannte Sequence-of-Returns-Risiko – also das Risiko, in einer ungünstigen Reihenfolge von Renditen zu stecken – ist für Ruheständler besonders relevant. Wer kurz vor oder nach dem Renteneintritt starke Verluste erleidet, hat kaum noch Zeit, diese durch künftige Gewinne auszugleichen. Das Kapital, das als Grundlage für Entnahmen dienen soll, ist dauerhaft geschmälert.
Für deutsche Anleger kommt hinzu, dass die gesetzliche Rente allein für viele nicht ausreicht. Private und betriebliche Altersvorsorge – etwa über Riester-Renten, Rürup-Renten oder betriebliche Direktversicherungen – spielen eine immer größere Rolle. Umso wichtiger ist es, das angesparte Kapital in der Nähe des Rentenalters zu schützen.
Risikobewusstsein wächst mit dem Alter
Experten empfehlen generell, das Risikoprofil des Portfolios mit zunehmendem Alter schrittweise anzupassen. Das bedeutet nicht zwingend, vollständig aus Aktien auszusteigen – denn auch im Ruhestand kann ein langer Anlagehorizont von 20 oder mehr Jahren bestehen. Vielmehr geht es darum, eine ausgewogene Mischung zu finden, die sowohl Wachstum als auch Stabilität bietet.
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Zur AktienanalyseDie Diskussion rund um Altersvorsorge und Risikomanagement wird laut Experten von Interactive Investor zunehmend differenzierter. Anleger sollten sich frühzeitig mit ihrer persönlichen Risikobereitschaft auseinandersetzen und prüfen, ob ihre aktuelle Anlagestrategie noch zu ihrer Lebenssituation passt. Eine regelmäßige Überprüfung des Portfolios – idealerweise mit professioneller Beratung – kann helfen, böse Überraschungen zu vermeiden.
Wer sich dem Rentenalter nähert, sollte die eigene Anlagestrategie kritisch hinterfragen und gegebenenfalls anpassen. Denn eines ist klar: Die Zeit, Verluste auszusitzen, wird mit jedem Jahr kürzer.


