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Alphabet mit starkem Wachstum im Cloud-Geschäft

Werbeeinnahmen steigen um 11 Prozent, geplante Milliardenübernahme geplatzt.

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Alphabet mit starkem Wachstum im Cloud-Geschäft

Dank starkem Wachstum im Cloud-Geschäft und robusten Werbeeinnahmen konnte Alphabet zum vierten Mal in Folge zweistellige Wachstumsraten verzeichnen. Im zweiten Quartal stieg der Konzernumsatz um 14 Prozent auf 84,74 Milliarden Dollar, was die Erwartungen der Analysten übertraf, die lediglich mit 84,2 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Der Quartalsgewinn des Unternehmens sprang um 28,6 Prozent auf 23,6 Milliarden Dollar (21,75 Milliarden Euro). Trotz dieser beeindruckenden Zahlen konnte die Aktie den hohen Erwartungen der Anleger nicht gerecht werden und blieb unverändert.

Rund zwei Drittel seines Umsatzes erzielt Alphabet mit Internet-Anzeigen. Diese stiegen im Berichtszeitraum um elf Prozent auf 64,6 Milliarden Dollar. Insbesondere die Videoplattform YouTube trug mit Einnahmen von 8,66 Milliarden Dollar - ein Anstieg von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal - maßgeblich zum Gesamtergebnis bei. Zudem verzeichnete das Cloud-Geschäft von Alphabet ein überraschend starkes Wachstum von knapp 29 Prozent auf 10,35 Milliarden Dollar. Auch wenn die Cloud-Sparte bereits im vorherigen Quartal überdurchschnittlich gewachsen war, konnte sie die Werte des Konkurrenten Microsoft Azure nicht ganz erreichen. Alle Cloud-Anbieter profitieren derzeit vom Boom Künstlicher Intelligenz (KI), da diese Technologien erhebliche Rechenleistungen erfordern.

Google führt darüber hinaus ein Wettrennen mit dem Microsoft-Partner OpenAI um die technologische Vorherrschaft im KI-Bereich. Auf der Entwicklerkonferenz im Mai präsentierte das Unternehmen eine neue Version von "Gemini", die mit ChatGPT von OpenAI konkurriert. Für das erste Quartal hatte Alphabet eine annähernde Verdoppelung der Investitionen auf zwölf Milliarden Dollar angekündigt. Firmenchef Sundar Pichai betonte, dass diese Ausgaben durch den KI-Boom und den steigenden Bedarf an Server-Kapazitäten gerechtfertigt seien.

Eine bedeutende Übernahme des Unternehmens geriet jedoch ins Stocken. Die israelische Softwarefirma Wiz lehnte ein Übernahmeangebot von 23 Milliarden Dollar ab und beendete die Verhandlungen. Diese Information ging aus einem internen Schreiben des Wiz-Chefs Assaf Rappaport hervor, das von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehen werden konnte. Weder Google noch Wiz wollten sich offiziell zu den Übernahmegesprächen äußern. Laut dem Rundschreiben von Wiz plant das Unternehmen, sich wieder auf seinen ursprünglich angestrebten Börsengang zu konzentrieren.

In anderen Geschäftsbereichen, den sogenannten "anderen Wetten" wie selbstfahrenden Autos oder Lieferdrohnen, stieg der Quartalsumsatz aller Alphabet-Firmen von 285 auf 365 Millionen Dollar. Der operative Verlust in diesem Segment erhöhte sich von 813 Millionen Dollar vor einem Jahr auf jetzt 1,13 Milliarden Dollar. Die Google-Schwesterfirma Waymo konnte in ihrem Robotaxi-Fahrdienst weitere Fortschritte erzielen: Ihre fahrerlosen Autos absolvierten mehr als zwei Millionen Fahrten mit Passagieren.

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