Alphabet investiert $190 Mrd. in KI: Diese drei Halbleiter-Aktien profitieren
Alphabets massiver KI-Investitionsplan beflügelt Broadcom, TSMC und Nvidia – und die Ausgaben sollen 2026 noch weiter steigen.

Alphabet hat seine Investitionsausgaben (Capex) für das laufende Jahr auf eine Spanne von $180 bis $190 Milliarden angehoben – ein Großteil davon fließt in KI-Infrastruktur. Zuvor lag die Prognose noch bei $175 bis $185 Milliarden. Noch bedeutsamer: Das Management kündigte an, dass die Ausgaben im Jahr 2026 „im Vergleich zu 2025 deutlich steigen" werden. Für Anleger in Halbleiteraktien sind das äußerst ermutigende Signale.
Der KI-Investitionsboom zeigt damit keine Anzeichen einer Abschwächung. Auch andere Tech-Giganten wie Meta haben ihre Capex-Schätzungen zuletzt angehoben – Meta plant in diesem Jahr Ausgaben von bis zu $145 Milliarden. Die kombinierten Investitionsausgaben von Microsoft, Amazon, Alphabet und Meta nähern sich in diesem Jahr insgesamt rund $700 Milliarden. Ein Großteil davon fließt direkt in die Herstellung und den Einsatz von Halbleitern.
1. Broadcom: Der potenziell größte Gewinner
Broadcom entwickelt maßgeschneiderte Prozessoren für Großkunden – darunter Alphabet. Die sogenannten Google Tensor Processing Units (TPUs), die in KI-Rechenzentren eingesetzt werden, stammen aus der Feder von Broadcom-Ingenieuren. Erst vor wenigen Wochen sicherte sich Broadcom einen Vertrag, der bis 2031 läuft und die Chip-Designs für Alphabet weiter ausbauen soll.
Broadcom selbst hat bereits ambitionierte Ziele formuliert: Das Unternehmen erwartet, dass sein KI-Umsatz bis 2027 die Marke von $100 Milliarden erreichen wird – ausgehend von lediglich $15 Milliarden im Geschäftsjahr 2025. Neben Alphabet zählen auch andere Tech-Konzerne wie Meta zu den Kunden, die ihre KI-Ausgaben hochfahren. Im Bereich der anwendungsspezifischen integrierten Schaltkreise (ASICs) wird Broadcom bis 2027 voraussichtlich rund 60 Prozent des Marktes auf sich vereinen.
2. Taiwan Semiconductor: Profiteur jeder Chip-Nachfrage
Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) ist der weltweit führende Halbleiterhersteller und verantwortet schätzungsweise 70 Prozent aller gefertigten Prozessoren. Bei fortschrittlichen KI-Chips ist die Dominanz noch ausgeprägter: TSMC hält in diesem Segment rund 90 Prozent Marktanteil.
Das Management von TSMC erwartet für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum von mehr als 30 Prozent. Zwar gibt es Bedenken hinsichtlich der Fertigungskapazitäten, doch das Unternehmen baut aktiv neue Fabriken, um mögliche Engpässe zu beheben. Solange Alphabet, Meta und andere Tech-Giganten kontinuierlich mehr Chips nachfragen, dürfte das Wachstum von TSMC kaum nachlassen.
3. Nvidia bleibt unverzichtbar
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Zur AktienanalyseTrotz der wachsenden Bedeutung eigener Chip-Designs bei Alphabet bleiben Nvidias GPUs das Rückgrat der KI-Rechenzentren. Alphabet setzt zwar eigene TPUs ein, ersetzt damit aber die Nvidia-Prozessoren nicht vollständig – das Management räumte ein, dass die Rechenkapazitäten derzeit „begrenzt" sind.
Nvidia hält laut den vorliegenden Daten rund 86 Prozent des Umsatzes im Markt für KI-Rechenzentren. Jede Ausgabenerhöhung eines großen Tech-Konzerns wie Alphabet wirkt dabei wie ein Katalysator: Sie spornt Wettbewerber an, ebenfalls mehr zu investieren – was die Nachfrage nach Nvidia-Chips weiter antreibt.
Der KI-Infrastrukturboom ist in vollem Gange. Anleger, die das Ende dieses Investitionszyklus zu früh ausrufen, könnten erhebliche Kursgewinne bei führenden Halbleiterunternehmen verpassen. Broadcom, TSMC und Nvidia stehen dabei als direkte Profiteure im Mittelpunkt – jedes Unternehmen auf seine eigene Weise.


